Handlungsorientierte Medienpädagogik

Der Begriff „Handlungsorientierung“ geht im Kern von dem reformpädagogischen Begriff des „Handelnden Lernens“ aus, bei dem die Verknüpfung von praktischer und theoretischer Wissensaneignung im Vordergrund steht. Das gängige Schlagwort hierzu lautet „learning by doing“. Nach dieser Vorstellung ist Bildung nichts statisches, sondern ein lebenslanger Prozess.

Bei der handlungsorientierten Medienpädagogik steht daher stets der handelnde Mensch im Fokus, der sein Leben aktiv selbst gestaltet. Eine wichtige Methode handlungsorientierter Medienpädagogik bildet die aktive Medienarbeit, bei der Menschen mittels Medienproduktion interessengeleitet ihre Themen bearbeiten und damit ihre Fähigkeiten und ihr Wissen erweitern. Mit der Veröffentlichung der medialen Produkte können sie zudem in Dialog mit anderen treten. Insofern kann aktive Medienarbeit einen wesentlichen Beitrag zur Identitätsbildung leisten.

Quellen:

Kerres, Michael/Witt, Claudia de (2011). Zur (Neu)Positionierung der Mediendidaktik. Handlungs- und Gestaltungsorientierung in der Medienpädagogik. In: Medien Pädagogik, 20, S. 259–270.

Schorb, Bernd (1995). Medienalltag und Handeln. Medienpädagogik im Spiegel von Geschichte, Forschung und Praxis. Opladen: Leske + Budruch.

« Zurück zum Glossar
Kategorie: