Schatzsucherinnen

Ein Projekt von Katja Riegg – Medien_Weiter_Bildung #vernetzt2025
zwei weiblichgelesene Personen, die Rücken an Rücken stehen. Die linke hat ein Megaphone und ein Schild "I am strong" in der Hand, die rechte Person ein Schild mit "Yes, Girl can"

Schatzsucherinnen

zwei weiblichgelesene Personen, die Rücken an Rücken stehen. Die linke hat ein Megaphone und ein Schild "I am strong" in der Hand, die rechte Person ein Schild mit "Yes, Girl can"
Ein Projekt von Katja Riegg – Medien_Weiter_Bildung #vernetzt2025

Das Projekt in einem Satz

Fotoprojekt für Mädchen am Sonderpädagogischen Förderzentrum Ulrichschule Augsburg, das die Wahrnehmung persönlicher Stärken und Ressourcen fördert.

Ziele

  • Die Mädchen erfahren, was Bild- und Urheber*innenrechte sind, und hinterfragen ihr eigenes Medienhandeln.
  • Die Mädchen setzten sich mit der Darstellung Anderer in sozialen Medien auseinander. Sie schätzen den Wahrheitsgehalt und die Wirkung auf sich ein. Sie reflektieren ihre eigene Darstellung in sozialen Medien und hinterfragen, was sie wem preisgeben möchten.
  • Sie tauschen sich über verstörende Inhalte aus und erarbeiten Möglichkeiten mit diesen umzugehen und sich vor ihnen zu schützen.
  • Die Mädchen erproben neue Fototechniken und erweitern ihre fotografischen Kompetenzen.
  • Die Wertschätzung und gegenseitige Akzeptanz innerhalb der Mädchengruppe wird gestärkt.

Zielgruppe und Beteiligte

8 Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren + eine JaS Fachkraft

Projektablauf und -dauer

Zeitraum: September/Oktober 2025; 6 Einheiten a 1,5 Stunden

Einführung: Vor Projektbeginn wurden die Mädchen einzeln und in Paaren über das Projekt informiert und ihnen die Teilnahme am Projekt freigestellt.

Durchführung: In wöchentlichen Treffen stand der ressourcenorientierte Blick auf die eigene Person und die Nutzung sozialer Medien im Vordergrund. Es wurden viele Übungen zur Wahrnehmung persönlicher Stärken und Ressourcen gemacht. In der Gruppe entstand ein vertrauensvoller Rahmen und Medienhandeln konnte reflektiert werden. Schnell stellte sich heraus, dass Fotografieren im Alltag für die Mädchen eine große Bedeutung hat. Viele nutzen die Fotos, um ihre Gefühle zu regulieren und auszudrücken. Mit Neugier und Offenheit wurden daher gemeinsam Fototechniken erprobt. Auch bei der Bildgestaltung standen persönliche Ressourcen im Vordergrund. Abschließend erstellte jede Teilnehmerin einen Fotokalender, mit Bildern von Glücksmomente, Stärken, Ressourcen, Kraftquellen u. s. w.. Diese wurden ausgearbeitet und konnten mit nach Hause genommen werden.

Auswertung: Die Auswertung erfolgte in Einzel- bzw. Paargesprächen, um eine differenzierte Rückmeldung zu erhalten und weiteren Handlungsbedarf zu erheben.

Projektrahmen

Das Projekt fand im Rahmen der JaS  (Jugendsozialarbeit an Schulen) statt. Es war ein freiwilliges, klassenübergreifendes Projekt für Mädchen. In enger Absprache mit der Schule fand es teilweise in der Ethik/Religionsschiene statt.

Eingesetzte Medien

  • Bild- und Wortkarten, Fotos, Flipcharts, um Reflexionen und Gespräche anzuregen und nach Ressourcen zu suchen
  • Handys der Teilnehmerinnen, um Fotos zu machen
  • Microsoft Teams, um die Fotos zu sammeln und gemeinsam zu betrachten und besprechen
  • An großen Bildschirm angeschlossener PC, um Clips anzusehen und somit Infos und Wissen zu vermitteln
  • Webbasierende Bildbearbeitung für Fotokalender, um ausgewählte Fotos und weitere Elemente zu einem Kalender zusammen zu stellen

Herausforderungen & Punktlandungen

  • Der Zeitpunkt zu Beginn des Schuljahres war organisatorisch herausfordernd und würde nicht mehr gewählt werden.
  • Die Schülerinnen bringen sehr individuelle Förderbedarfe und Beeinträchtigungen mit, daher war die Gruppengröße sehr fordernd, um auf alle Teilnehmerinnen einzugehen. Das gelang dann dennoch, indem die Inhalte des Projekts etwas reduziert wurden. Außerdem wird in Zukunft mit einer kleineren Gruppe gearbeitet.
  • Es wurde viel “analog” mit Bildkarten, Flips etc. gearbeitet. Den Schülerinnen fiel es leichter sich auf die Inhalte zu konzentrieren, wenn sie nicht ihr Handy in der Hand hatten.
  • Der Einsatz der eigenen Handys für das Projekt erwies sich als sehr wertvoll. So konnten die Jugendlichen Kameraeinstellungen etc. direkt erproben. Außerdem unterstützten sich die Jugendlichen gegenseitig (z. B. einloggen ins WLan der Schule) und erlebten sich so selbstwirksam.
  • Die Schülerinnen benötigten viel Zeit zum Austausch und waren bereit sich intensiv auf Übungen und Gespräche einzulassen, daher sollte das Projekt künftig längerfristig angelegt werden.

Feedback der Teilnehmenden

  • Die Schülerinnen meldeten zurück, dass sie sehr viel Spaß beim Fotografieren hatten.
  • Sie genossen die Zeit zum Austausch innerhalb der Mädchengruppe.

Ausblick

  • Seitens der Lehrkräfte ist das Projekt auch für die Jungs erwünscht.
  • Einige Mädchen würden gerne regelmäßig gemeinsam fotografieren und ihre Kompetenzen erweitern.
  • Die JaS Fachkraft ist den Mädchen nun auch als Ansprechpartnerin bei verstörenden Inhalten/Nachrichten bekannt und es wird Beratung in diesem Bereich in Anspruch genommen.

Links und Materialien

Ein Projekt von Katja Riegg, Jugendsozialarbeiterin am Sonderpädagogischen Förderzentrum Ulrichschule Augsburg – Medien_Weiter_Bildung #vernetzt2025

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