Das Projek in eine Satz
Die Teilnehmenden reflektieren das eigene Gaming-Verhalten sowie Spielinhalte und erstellen im Anschluss ein eigenes Game, um dieses analog nachzuspielen
Ziele
- Reflexion des eigenen Gamingverhaltens und der eigenen Gamingidentität
- Spielmechanismen und -abläufe sammeln und hinterfragen
- eigenes Game analog erstellen und währendessen reflektieren und gegebenenfalls anpassen
Zielgruppe und Beteiligte
- 8 Kinder einer Hortgruppe im Alter von 6 bis 10 Jahren
Projektablauf und Projektdauer
- Zeitraum: ca. 4 Wochen; 2 Tage pro Woche je 1,5 Stunden
- Einführung:
- Einstieg mit Statistiken und eigener Rolle im Spiel:
- Medienkompetenz-Aspekte: Wissen und Reflexion
- Statistiken erfragen und zeigen
- Schaubild
- besondere Fähigkeiten im Spiel für sich zuordnen
- Material: Statistik, Schaubild Roboter, besondere Fähigkeiten in Bildform
- Brainstorming „Welche Games spiele ich?“: Sammlung erstellen, Kinder erzählen lassen
- Medienkompetenz-Aspekt: Wissen
- Material: Laptop mit Internetzugang, Papier und Stifte, Bilder der genannten Spiele
- Einstieg mit Statistiken und eigener Rolle im Spiel:
- Hauptteil:
- Fertigstellen der Sammlung und Elemente der Spiele herausarbeiten
- Medienkompetenz-Aspekte: Wissen und Reflexion
- Brainstorming über digitale Spiele
- Kinder stellen Spiele vor
- Gruppenarbeit
- Material: Laptop mit Internetzugang, Papier und Stifte, Bilder der genannten Spiele
- Elemente der Spiele reflektieren und einzelne Spiel(-elemente) aussortieren (z. B. Gewaltdarstellung)
- Medienkompetenz-Aspekte: Reflexion, Orientierung, Positionierung
- Gruppenarbeit
- Material: Papier und Stifte
- gemeinsam entscheiden, welches Spiel mit welchen Elementen erstellt werden soll
- Medienkompetenz-Aspekte: Reflexion, Wissen und Handeln
- Gruppenarbeit
- Material: Laptop mit Internetzugang, Papier und Stifte
- Spiel fertigstellen, Materialien besprechen und zusammen herrichten
- Medienkompetenz-Aspekte: Wissen und Handeln
- im Plenum bearbeiten
- Gruppenarbeit
- Material: Plakat, Material für Spiel
- Material fertig gestalten und erstes Ausprobieren des Spiels
- Medienkompetenz-Aspekte: Reflexion und Handeln
- in Kleingruppen Material gestalten und ausprobieren
- Material: Material für das Spiel, Schere, Papier, Kleber etc.
- Fertigstellen der Sammlung und Elemente der Spiele herausarbeiten
- Schluss
- Spiel-Hintergrund mit gemeinsamen Tanz und Musik aufnehmen
- Medienkompetenz-Aspekt: Handeln
- Material: Tablet, iMovie, Hintergrund, Laptop, Musik
- Video schneiden und bearbeiten
- Medienkompetenz-Aspekte: Wissen und Handeln
- mit iMovie wird das Video gemeinsam bearbeitet und geschnitten
- zusätzlich wird Musik integriert
- Material: Tablet, iMovie
- gemeinsame Vorstellung in der Hortgruppe
- Material: Beamer, Laptop, Powerpoint-Präsentation, Tablet
- Reflexion mit der Fünf-Finger-Methode
- Spiel-Hintergrund mit gemeinsamen Tanz und Musik aufnehmen
Auswertung: die gesetzten Ziele wurden erreicht, der zeitliche Aspekt hätte mehr mitbedacht werden sollen
Projektrahmen
Das Projekt fand in einem Hort statt. Es wurde der Gruppe von 38 Kindern vorgestellt, die Kinder durften freiwillig teilnehmen.
Eingesetzte Medien
- Laptop und Tablet mit Internetzugang (Ideensammlung Games, Songauswahl)
- iMovie (Video schneiden)
- Soundcloud (lizenzfreie Musik)
Herausforderungen und Punktlandungen
- Herausforderungen:
- große Altersspanne
- sehr unterschiedliche Vorkenntnisse
- sehr starke Charaktere
- wenig Zeit
- Zeitraum vor den Sommerferien
- Punktlandungen:
- gute Kleingruppenarbeit
- viel Motivation
- guter Zusammenhalt innerhalb der Gruppe
- schnelle Entscheidungsfindung des eigenen Games, das sie erstellen wollten
- Durchhaltevermögen
- sichtliche Zufriedenheit bei der Präsentation vor der Hortgruppe
- viele positive Rückmeldungen
Feedback
- viel Spaß und Freude an der gemeinsamen Entwicklung, würden gerne wieder bei einem ähnlichen Projekt teilnehmen, sehr spannend ein neues Spiel zu entwickeln
- neue Methoden kennengelernt
- Zusammenarbeit herausfordernd, aber am Ende ein gemeinsames “Produkt”
- zu wenig Zeit, Entscheidungsfindung herausfordernd, Präsenz der Fachkraft wichtig, um zu unterstützen
weitere Informationen zum Projekt


Schritte zur analogen Spiel-Entwicklung:
- 1. Analyse
- Zielgruppe: Für wen ist das Spiel gedacht? Kinder, Jugendliche, Erwachsene, bestimmte Interessen?
- Zweck: Welches Ziel soll das Spiel erreichen? Spaß, Lernen, soziale Interaktion?
- Rahmenbedingungen: Wo und unter welchen Bedingungen wird gespielt?
- 2. Konzeption
- Spielform: Welche Art von Spiel soll es sein? Brettspiel, Kartenspiel, Rollenspiel, Bewegungsspiel?
- Material: Welche Materialien werden benötigt? (Karten, Würfel, Spielfiguren, Spielbrett, etc.)
- Regeln: Klare, präzise und verständliche Spielregeln sind essenziell.
- Ablauf: Wie startet das Spiel? Welche Reihenfolge gibt es? Was ist das Ziel?
- 3. Erprobung und Anpassung
- Testspiele: Das Spiel mit der Zielgruppe testen und Feedback einholen.
- Analyse der Ergebnisse: Wo gibt es Probleme? Was funktioniert gut?
- Anpassungen: Regeln, Material oder Ablauf anpassen und erneut testen.
- 4. Barrierefreiheit
- Taktile Unterscheidbarkeit: Spielelemente müssen auch zum Beispiel ertastbar sein.
- Barrierefreie Regeln: Regelwerke in verschiedenen Formaten anbieten (Großdruck, Braille, Audio).
- Spielfluss: Das Spiel sollte auch ohne visuelle Kontrolle spielbar sein.
- Zusätzliche Tipps:
- Kreativität: Lass deiner Fantasie freien Lauf und entwickle originelle Ideen.
- Teamwork: Spiele können auch im Team entwickelt werden.
- Innovation: Digitale Spiele können auch als Inspiration für analoge Spiele dienen.
- Spaß: Das Wichtigste ist, dass das Spiel Spaß macht! 🙂