Aktive Medienarbeit, Allgemein, Gender, Kurs #gender, Medien, Mediennutzung, Methoden, Modul 5, Projekte

Selbstinszenierung auf Social Media

Das Projekt in einem Satz

In meinem Projekt ging es um geschlechtsstereotype Selbstinszenierungen auf YouTube und Instagram.

Medien- und genderpädagogische Ziele

  • Medienkritik (nach Baacke) und Medienreflexion in Bezug auf Selbstinszenierungen auf YouTube und Instagram
  • Mediengestaltung (nach Baacke) in Form eines (politischen) Selfies (im Sinne einer handlungsorientierten Medienpädagogik)

Projektrahmen

Das Projekt fand an einem Gymnasium (Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium) im Duisburger Norden statt. Bei dem Stadtteil handelt es sich um Duisburg-Marxloh, der regelmäßig in der Medienberichterstattung als marginalisierter Stadtteil markiert wird. Das Projekt fand im Rahmen eines Workshopformats statt.

Zielgruppe und Beteiligte

Grundkurs (Abiturjahrgang) Psychologie

  • Alter: 17-18 Jahre
  • Anzahl: 28 Schüler*innen
  • Geschlecht der Teilnehmenden: 13 Schüler*, 15 Schülerinnen*

Leistungskurs (Abiturjahrgang) Psychologie

  • Alter: 17-18 Jahre
  • Anzahl: 9 Schüler*innen
  • Geschlecht der Teilnehmenden: 7 Schüler*, 2 Schülerinnen*

Beteiligte

  • Miguel Salgado in der Funktion als Referent im Rahmen eines Workshops. Die Psychologielehrkraft war ebenfalls anwesend.

Projektdauer

Grundkurs (Abiturjahrgang) Psychologie

  • einmaliger Workshop: 11.35 Uhr bis 13.10 Uhr (90 Min.) (5. & 6. Stunde)

Leistungskurs (Abiturjahrgang) Psychologie

  • einmaliger Workshop: 13.30 Uhr bis 15.05Uhr (90 Min.) (7. & 8. Stunde)

Eingesetzte Methoden

  • Durchführungsmethoden: Unterrichtsgespräch (Frage-Antwort-Schema): wichtig war mir mit den Schüler*innen ins Gespräch zu kommen, ihre Gedanken, Ideen, Assoziationen und Kritik zum Thema zu erfahren
  • Medienpraxis: Gruppenselfie und Reflexion

Eingesetzte Medien

  • Laptop mit Power-Point-Präsentation
  • kurzes Video: Ossi Glossy und Marvyn Macnificent (männlicher Beauty-YouTuber*)
  • 3 Arbeitsblätter
  • im LK: Selfie mit Hilfe des eigenen Smartphones (Einsatz eines Fotofilters)

Herausforderungen und/oder Punktlandungen

Als Herausforderung stellte sich die Diskussion zu den Begriffen “Mansplaining” und “weißes Schönheitsideal” sowie das Thema gendersensible Sprache heraus. Hier wurde deutlich, dass die Schüler*innen einen sehr heterogenen Wissensstand vorwiesen und unterschiedliche Erfahrungen und Hintergründe sie prägten. Auf diese Wertethemen näher einzugehen war in diesem Kurzprojekt leider nur eingeschränkt möglich. Bei zukünftigen Projekten empfiehlt es sich daher, sich nur auf ein Themenfeld zu beschränken oder das Projekt über mehrere Unterrichtsstunden zu strecken.

Autor*in

Mein Name ist Joao Miguel Salgado. Ich bin 26 Jahre alt. Ich studiere Pädagogik und Sozialwissenschaften auf Lehramt in Köln. Nebenberuflich bin ich beim Netzwerk Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte tätig (www.lmz-nrw.de) und führe neben weiteren Tätigkeiten ehrenamtliche Workshops an weiterführenden Schulen in Köln durch zum Thema Inklusive sexuelle Bildung. Meine Arbeitsschwerpunkte (im Rahmen des Studiums und im Rahmen meiner Nebenjobs) sind Bildung in der Migrationsgesellschaft, Genderpädagogik, Medienpädagogik und inklusive sexuelle Bildung, Wirtschaftsethik.

Ein Projekt von: Joao Miguel Salgado – Medien_Weiter_Bildung #gender 2019