Meine Welt – Mein Foto

Das Projekt in einem Satz

Bei diesem Projekt beschäftigen sich die Mädchen* und jungen Frauen* mit ihrer Sicht auf die Welt und setzen diese fotografisch um.

Ziele

Reflexion über die eigene Position in der Welt (Was stört sie, was gefällt ihnen, was würden sie gerne verändern), Vermittlung von Wissen über Bildkomposition und Fotografie, Reflexion über die Wirkung von Fotos und Einschätzen von Fotos zum besseren Zurechtfinden in einer visuell geprägten Welt.

Zielgruppe und Beteiligte

Mädchen* und junge Frauen* von 9 bis 27 Jahren, Gruppengröße: 6 bis 12 Teilnehmerinnen, zwei Sozialpädagoginnen.

Projektablauf und Projektdauer

Ein Projekttag mit sechs Stunden (Pausen eingerechnet). Nach einer ausführlichen Namensrunde und einem Austausch über schöne Ereignisse in den letzten Wochen stiegen wir in das Thema mit der Methode Scrabble ein. Ausgehend von den Wörtern Schöne Welt und Veränderung fragten wir die Teilnehmerinnen, was ihnen an der Welt gefällt und was sie gerne verändern möchten. Die gesammelten Wörter notierten wir im Stil des Spiels Scrabble.

Danach ging es in Einzelarbeit weiter. Die Teilnehmerinnen reflektierten, wie ihr Leben gerade aussieht, was sie gerne machen, wie sie die Welt 2021 sehen, was ihnen daran gefällt, was nicht bzw. was sie gerne verändern möchten. Das Ganze wurde als Mindmap mit Moderationskarten auf einem A3 Blatt gestaltet.

Im Anschluss ging es in die erste praktische Aufgabe. Den Kleingruppen wurden Fotoaufträge zugeteilt, die innerhalb von 15 Minuten erfüllt werden sollten (z.B. fotografiere etwas von unten nach oben). Die Fotos wurden über einen Bildschirm geteilt und die andere Gruppe sollte erraten, wie der Fotoauftrag lautete. So konnte anhand der Fotos auf verschiedene fotografische Prinzipien aufmerksam gemacht werden.

Als nächstes zeigten wir Fotografien von verschiedenen Fotografinnen, tauschten uns über die Wirkung der Fotos aus und versuchten zu beschreiben, was diese Wirkung erzeugte.

Daraufhin ging es wieder in Einzelarbeit. Diesmal sollten die Teilnehmerinnen überlegen, was sie fotografieren möchten, welche Wirkung und welche Gefühle sie dadurch auslösen möchten und was mögliche Motive sind.

Nach der Mittagspause zogen die Teilnehmerinnen los, um Fotos zu schießen. Jede Teilnehmerin wählte ein Foto aus. Die ausgewählten Bilder wurden schließlich in einer Abschlussrunde über den Fernsehbildschirm den anderen präsentiert.

Den Projekttag beendeten wir mit einer Feedbackrunde.

Zudem entschieden sich die Teilnehmerinnen dazu die Bilder beim Internationalen Mädchen*tag 2021 sowie beim Deutschen Jugendfotopreis 2022 einzureichen.

Projektrahmen

Das Projekt fand in einer therapeutischen Mädchen*wohngruppe im Rahmen eines Projekttages an einem Samstag statt

Eingesetzte Medien

Smartphones und Tablets der Mädchen* (wir hatten Tablet zum Ausleihen dabei)

Tipps und Tricks

Die Methoden zu Beginn des Workshops Was ist schön an der Welt, was will ich verändern?, in der die Mädchen* in der Gruppe und in Einzelarbeit – einmal global und einmal sehr individuell – ihre aktuelle Einschätzung reflektieren, stimmen sehr gut auf das Thema Meine Welt – Mein Foto ein und schaffen eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre.
Wichtig ist es, die Fotografien der Mädchen* einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sei es – wie in unserem Fall – durch die Beteiligung beim Internationalen Mädchen*tag 2021 und durch die Teilnahme am Deutschen Jugendfotopreis 2022 oder auch die Ausstellung der Fotos in der Einrichtung oder Schule.

mira Mädchenbildung ist ein inklusives feministisches Bildungsprojekt für Mädchen, junge Frauen* sowie für Fachkräfte und bietet Seminare zu den Schwerpunkten politische und berufliche Bildung, Kultur und Medienpädagogik an.
https://www.miramue.de/home.html
Instagram: miramaedchenbildung

Meine Welt – Mein Foto

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