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LandesheimRatschläge als Clip

Portraits von verschiedenen Jugendlichen.

Das Projekt in einem Satz

Es ging darum, bereits erarbeitete „LandesheimRatschläge“, das sind Antworten auf Fragen junger Menschen aus den stationären Erziehungshilfen an den Landesheimrat Bayern, als Clip aufzubereiten.

Ziele

Ziel war es, dass die Teilnehmenden ein Tool zur Erstellung von Clips sowie die zur Durchführung notwendige Konferenzsoftware kennen lernen. Neben diesem technischen Aspekt stand bei der Erstellung die Erfahrung um die Wirkung von Bildern im Fokus. Die Clips selbst sollen es erleichtern, sich mit den besprochenen Themen auseinanderzusetzen und dies für eine breitere Zielgruppe zu ermöglichen, als es mit ausschließlich verschriftlichten Beiträgen der Fall ist.

Zielgruppe und Beteiligte

Zielgruppe für die Durchführung des Projekts waren die Mitglieder und Berater*innen des Landesheimrats Bayern. Die Teilnahme an der Arbeitsgruppe war freiwillig. Die AG umfasste dann zwei 17-Jährige junge Frauen, sowie einen Berater. Die Gruppengröße hat sich für die rein digitale Umsetzung als ideal erwiesen. Zielgruppe für das Projektergebnis sind junge Menschen und Fachkräfte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Bayern.

Projektablauf und Projektdauer

Das Projekt war aufgebaut auf bereits mit den jungen Menschen erarbeiteten “LandesheimRatschläge”, die auf derHomepage des LHR Bayern veröffentlicht sind. Die Idee einer filmischen Umsetzung dieser Rubrik wurde von den jungen Menschen während der Erstellung dieser Rubrik letzten Jahres angeregt. Im Rahmen einer (Online-)Klausurtagung wurde die Idee wieder aufgegriffen und der LHR entschied dazu eine Arbeitsgruppe mit interessierten Teilnehmenden zu bilden. Mit Hilfe eines Umfragetools wurde zunächst die Arbeitsgruppe gebildet und anschließend ein Termin für die Umsetzung festgelegt. Weitere Termine waren optional möglich. Die Erstellung des Clips selbst fand an einem Nachmittag statt und dauerte 2,5 Stunden.

Projektrahmen

Es handelte sich um ein Projekt im Rahmen der Arbeit des Landesheimrats Bayern. Das ist ein gewähltes Gremium, bestehend aus zwölf jungen Menschen aus der stationären Kinder- und Jugendhilfe, das sich für die Anliegen junger Menschen und gelebte Partizipation in Wohngruppen einsetzt. Der zeitliche Rahmen richtete sich flexibel nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden.

Eingesetzte Medien

Die Teilnehmenden nutzten ihre eigenen Geräte, hauptsächlich Laptops, aber auch Smartphones. Es fand im gesamten Projektzeitraum kein Präsenztreffen statt. Genutzt wurde das Konferenztool BigBlueButton, dudle zu Arbeitsgruppen- und Terminfindung und mysimpleshow für die Erstellung des Clips, sowie E-Mail für den Kontakt zwischendurch.

Herausforderungund ungeplante Erweiterung

Die ursprüngliche Projektidee musste aufgrund der bestehenden Kontaktbeschränkungen vorerst zurückgestellt und ein neues Projekt etabliert werden. Eine Herausforderung war die ausschließlich digitale Arbeit ganz ohne Präsenzeinheiten. Alle Teilnehmenden waren von verschiedenen Orten online zugeschaltet und alleine vor dem jeweiligen Endgerät. Der Umgang der Teilnehmenden mit dieser Situation ist beeindruckend. Trotz technischer Herausforderungen ist eine große Bereitschaft zum Ausprobieren unbekannter Techniken vorhanden. Im Rahmen der Umsetzung wurde ungeplant der Komplex „Stereotypen und Vorurteile“ thematisiert. Durch die Bildvorschläge von mysimpleshow aufgrund von Schlagworten wurde eine Diskussion angeregt. So wurde das Schlagwort „Wohngruppe“ z.B. automatisch durch eine schmutzige Küche visualisiert – für die jungen Menschen keine adäquate Auswahl.

Ein Laptop auf dem ein Online-Meeting läuft.

Tipps und Tricks

  • Kenne die Programme mit denen du arbeiten willst relativ gut, das gibt Sicherheit.
  • Gib die Zügel aus der Hand und beschränke dich auf die Moderation.
  • Lass (wann immer möglich) die Teilnehmenden entscheiden, was sie wann und wie lange machen möchten.
  • Sei offen für zufällig entstehende Diskussionen und Themen.

Feedback

Bislang hatte keine*r der Teilnehmenden Erfahrung mit der Erstellung solcher Clips. Die kleine Gruppe wurde als positiv bewertet, da genug Ideen zur Auswahl vorhanden waren, aber auch zielführend Entscheidungen getroffen und Kompromisse gefunden werden konnten. Das professionelle Erscheinungsbild des Clips fand großen Anklang. Die Teilnehmenden würden eine Mischung der digitalen Angebote mit Präsenzterminen begrüßen. Dann könnte z. B. der Text gemeinsam eingesprochen werden.

Ausblick

Die jungen Menschen haben die Möglichkeit, den Clip noch selbst einzusprechen. Nach aktuellem Stand soll dazu ein Präsenztreffen abgewartet werden – vielleicht wagt noch jemand den Versuch es auszuprobieren! Der Clip wird in der nächsten Videokonferenz mit allen Landesheimrätinnen und Landesheimräten vorgestellt und dann besteht natürlich die Möglichkeit diesen noch zu erweitern und weitere „LandesheimRatschläge“ als Clip umzusetzen.

Links und Material

Genutzte Tools: www.bigbluebutton.org|www.dudle.inf.tu-dresden.de| www.mysimpleshow.com

Hier findet man das Ergebnis: www.landesheimrat.bayern.de

In der Rubrik „LandesheimRatschläge“ wurde der Clip bei der entsprechenden Frage/Antwort eingefügt.


Autorin: Franziska Dirscherl, Geschäftsstelle Landesheimrat Bayern

Ein Projekt von Franziska Dirscherl: – Medien_Weiter_Bildung #gender 2020