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Innovative Ansätze in der digitalen Jugendarbeit in Europa | Fabian Wörz

Fabian Wörz, medienpädagogischer Referent am JFF, Büro Berlin, ermöglichte in seinem Workshop „Innovative Ansätze in der digitalen Jugendarbeit in Europa“ Einblicke in verschiedene Projekte der digitalen Jugendarbeit und führte des Weiteren mit den Teilnehmer*innen erste praktische Übungen durch.

Fabian Wörz |medienpädagogischer Referent vom JFF | JAT Workshop 2020

Digital Youth Work ist ein EU-Projekt, bei welchem Pädagog*innen europaweit über Ansätze und Methoden der digitalen Jugendarbeit in den Austausch gegangen sind und politische Forderungen sowie Leitlinien erstellt haben. Aus dieser Initiative sind Videos über aktuelle Projekte der digitalen Jugendarbeit entstanden.

Digitale Jugendarbeit ist eine Verbindung von Digitalisierung und Jugendarbeit. Dabei wird der digitale Wandel in der pädagogischen Arbeit in den Fokus genommen, eine proaktive Auseinandersetzung mit digitalen Medien gefördert und sich einer Vielzahl an Methoden und Ansätzen bedient. Die Werte und Prinzipien der Jugendarbeit bleiben dabei erhalten.  Es werden beispielsweise weiterhin Face-to-Face Settings angeboten, jedoch mit Online-Settings ergänzt.

Ein Beispiel der digitalen Jugendarbeit ist das Projekt „Youth against drugs“ (YAD) aus Finnland. Dies ist eine niederschwellige Aufklärungskampagne gegen Drogenmissbrauch, welche auf der Freiwilligkeit und dem Ehrenamt der Jugendlichen beruht. Dabei wird die Partizipation an der Gesellschaft und Freiwilligenarbeit unterstützt und gleichzeitig mit dem Ziel verbunden, Drogenmissbrauch zu reduzieren.

Fabian Wörz ( rechts) bei der JAT 2020

Auch die Online-Plattform „MitAssist“ aus Dänemark ist eine digitale Methode aus der Jugendarbeit. Dies ist eine Online Beratung speziell für Jungen und junge Männer, zur Unterstützung und Hilfe bei ihren Fragen und Dilemmata. Das Besondere dabei ist, dass es ein Peer-to-Peer Ansatz ist und sich die Beratung meist selbst reguliert. Die pädagogischen Fachkräfte greifen nur ein, wenn sie explizit von den Jugendlichen danach gefragt werden.

Die unterschiedlichen Projekte wurden ausführlich diskutiert und analysiert. In Bezug auf die Medienpädagogik wurde festgestellt, dass es wichtig ist die Nachhaltigkeit der Projekte und die medienpädagogischen Aspekte bei diesen Projekten zu bedenken. Beispielsweise nicht bei einem inhaltlichen Thema stehen zu bleiben, sondern auch die medienpädagogische Reflexion der Themen anzuregen. Bei dem Projekt YAD wurde auch die Frage nach der Legalität der Aktion Aufkleber zu verteilen gestellt, welche national bedingt ist. Des Weiteren waren die Herausforderungen die sich durch die digitale Jugendarbeit ergeben ein wichtiges Thema und wurden von den Teilnehmer*innen in einer praktischen Übung erarbeitet.


Weiterführende Informationen

Informationen zum Projekt, Projektvorstellungen & Materialsammlung.

https://www.digitalyouthwork.eu/

Physische Materialbox bestellen oder downloaden.

https://www.verke.org/material/innobox/?lang=enx/?lang=en


Ein Workshop von Fabian Wörz | JAT 2020