Rezeptive Medienarbeit

Bei der rezeptiven Medienarbeit handelt es sich um eine medienpädagogische Methode, die ihre historischen Wurzeln im klassischen Filmgespräch hat. Ausgehend von der gemeinsamen Rezeption, also dem Anschauen eines Films oder eines Filmausschnitts, beginnt die Aufarbeitung, bei der Machart, Inhalt, Wirkung und Intention des Films in Form von Gruppenarbeit untersucht werden. Hierbei können sowohl Diskussionen und Gespräche als Methode zum Einsatz kommen als auch Elemente, die aus der Theaterpädagogik oder aktiven Medienarbeit bekannt sind. Oft wird die rezeptive Medienarbeit im Rahmen themenzentrierter Medienpädagogik eingesetzt, um aktuell relevante Themen in Form von Gruppenarbeit aufzugreifen oder zu vertiefen. Aber auch im Bereich klassischer Filmbildung kann rezeptive Medienarbeit zum Einsatz kommen. So ist beispielsweise das Projekt „Schulkinowochen“, das im Rahmen von Schulunterricht klassische Filmbildung fördert, eine derartige Maßnahme.

Generelles Ziel der rezeptiven Medienarbeit ist die Vermittlung von Medienkompetenz. Durch ein bewusstes Wahrnehmen, Diskutieren und Bearbeiten medialer Produkte sollen sowohl Inhalt, Machart, Ideologie und Menschenbild, Wirkungsweise und gesellschaftliche Bedeutung von Medien durchschaubar werden.

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