„Let’s Play“-Videos

Um anderen einen Einblick in Computer- und Internet-Games zu geben und diese zu bewerten, zeichnen bei „Let’s Play“-Videos zumeist männliche Gamer per Screencast zunächst Spielsequenzen auf. Anschließend werden die Videos dann mit Kommentaren und Spiele-Bewertungen auf Internet-Plattformen wie YouTube zur Diskussion gestellt. Derzeit ist unklar, ob dabei Urheberrechte verletzt werden. Allerdings dulden Games-Firmen bislang diese Praxis, zumal sie auf Webewirksamkeit für ihre Produkte hoffen. Inzwischen gibt es Bestrebungen von einigen Landesmedienanstalten, „Let’s Play“ Videos generell als Rundfunkangebote einzustufen. Damit würden diese Videos strengeren Kontroll-, Verbraucher- und Jugendschutzbestimmungen unterliegen.

Ein Sonderfall von „Let’s Play“ stellt das Livestreaming-Portal Twitch dar, auf dem komplette Spiele im Live-Stream absolviert werden und parallel dazu im Chat mit Zuschauenden diskutiert wird. Weltweit folgen dabei bis zu 14 Millionen Follower*innen bekannten Streamerinnen und Streamern bei ihren Games und Chats.

Da die Gamerszene noch immer vorwiegend männlich dominiert wird, ist es für Spielerinnen* vielfach nicht ganz einfach, sich in der Szene zu behaupten. Insbesondere in den Chats finden sich zwar überwiegend eher harmlose Kommentare, aber auch einige frauen*diskriminierende Aussagen.

Zwei Beispiele „Zeig Mir ein schönes Mädchen das zockt und ich Verliebe mich“ – Mikamaru / Miky oder der User Firmer_gmbh : „Ich denke das viele Zuschauer um die 10-12 Jahre alt sind… In dieser Zeit denken die Knaben, dass sie sich vor den Mädchen beweisen müssen. Während sie schon BF4 spielen, haben die Mädchen noch ihre Puppen.“

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