Gender Mainstreaming

Ausgehend von dem Begriff Gender werden unter Gender Mainstreaming Maßnahmen und Strategien verstanden, Chancengleichheit innerhalb einer Gesellschaft unabhängig vom Geschlecht einer Person herzustellen. Ursprünglich konzentrierte sich der Schwerpunkt des Gender Mainstreaming auf die Reduzierung der Benachteiligung von Frauen.

Allerdings ist der Begriff Gender Mainstreaming in die Kritik geraten, da die strikte Unterscheidung von Menschen in Frauen und Männer weder biologisch noch sozialpsychologisch in dieser Ausschließlichkeit von aktuellen Theorien gestützt wird. Eine rein statistische Reduzierung des Geschlechts auf Männer und Frauen – als Ausgangspunkt für Gleichstellung – verfestigt möglicherweise zudem klassische Rollenklischees. Dennoch lenkt Gender Mainstreaming noch immer den Blick auf reale Benachteiligungen von Frauen.

Aktuell wird in betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen zunehmend Gender Mainstreaming durch den Begriff „Managing Diversity“ ersetzt, der die Komplexität von Ursachen der Benachteiligungen betont. Konkret werden dabei verschiedenste Dimensionen wie Alter, Herkunft und Ethnie, körperliche oder psychische Beeinträchtigungen, sexuelle Orientierung und Religion, zusammen mit dem Geschlecht, als Ursachenmix für Benachteiligungen thematisiert: Jeder Mensch soll, bei völliger Chancengleichheit, in seiner Einzigartigkeit und Verschiedenheit gleichermaßen akzeptiert und wertgeschätzt werden. 

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