Cis

Im Bereich von Gendertheorien wird das lateinische Wort Cis („diesseits“) verwendet, um eine Geschlechtsidentität zu definieren, bei der das bei der Geburt festgestellte Geschlecht mit der sozialen Geschlechtsrollenidentität des Erwachsenen übereinstimmt. Cis-Geschlechtsbezogenheit wird im Alltag oft mit Normalität gleichgesetzt, da diese Personen keine Probleme mit Ihrer Geschlechtsrollenidentität haben: Sie fühlen sich eindeutig als Mann oder eindeutig als Frau. Damit können, vom Cis-Standpunkt aus gesehen, sehr leicht alle anderen Geschlechtsidentitäten als bedeutungslos, quasi „aus der Norm fallend“, empfunden werden. Dieses Gefühl einer falsch verstandenen Normalität, kann dabei sogar zu individuellen Irritationen, Aversionen bis hin zu Phobien, in Bezug auf queere, trans- oder intersexuelle Lebensentwürfe, führen. Um daher die Akzeptanz gleichberechtigter Geschlechtervielfalt zu fördern, gibt es in vielen gesellschaftlichen Bereichen Bemühungen, Geschlechterrollen gleichberechtigt in männlich, weiblich und divers aufzuteilen.

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