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Mädchen bastelt an Fahrzeug aus kleinen Plasik-Bausteinen. Im Hintergrund sind Skizzen auf einem Bildschirm.

Online-Seminar „Medien sind für alle da – Methoden der gendersensiblen Medienarbeit“

Online-Seminar am Mittwoch, den 16. Februar 2022, von 11:00 bis 12:30 Uhr.

Jungs mögen Videospiele, Mädchen machen Instagram? Ganz so einfach ist es nicht, aber geschlechtliche Stereotype halten sich auch in der Medienarbeit hartnäckig.

Ziel dieses Workshops ist es, Methoden der gendersensiblen Medienarbeit zu besprechen und auf die eigene Praxis anzuwenden, um allen Adressat*innen die vielfältigen Werkzeuge der Mediennutzung und -gestaltung an die Hand zu geben.

Mina Mittertrainer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule
Landshut. Sie arbeitet im Projekt FRIDA (Frauen in der Kommunalpolitik)
im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbundes „ForDemocracy“. Sie
unterstützte die Medien_Weiter_Bildung #gender in den beiden Kursjahrgängen 2019 und 2020.

Portrait: Mina Mittertrainer lächelt in die Kamera.

Das kostenfreie Seminar findet in der Online-Seminar-Umgebung Big Blue Button statt. Bitte melden Sie sich mithilfe des Anmeldeformulars an und wir senden Ihnen den Zugangslink.

Anmeldeformular


    Logo der Medien_Weiter_Bildung #jugendsozialarbeit #schule

    Medien_Weiter_Bildung #jugendsozialarbeit #schule 2022

    Jetzt anmelden! Blended-Learning-Kurs zu Medienpädagogik und Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) für pädagogische Fachkräfte aus den Bereichen JaS und Schulsozialarbeit aller Schularten in Bayern.

    Logo der Medien_Weiter_Bildung #jugendsozialarbeit #schule

    Selfies machen, im Netz surfen, Games spielen, Infos suchen, Messenger nutzen – im Alltag, aber auch in der Schule gehören digitale Medien untrennbar zum Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen dazu. Digitalisierungsprozesse durchdringen alle Lebensbereiche und zählen damit zu den Querschnittsthemen der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Wie können medienpädagogische Ansätze im Bereich JaS bzw. Schulsozialarbeit integriert werden? Darum geht es bei der Medien_Weiter_Bildung #jugendsozialarbeit #schule.

    Mithilfe von Methoden handlungsorientierter Medienpädagogik werden Ansätze aufgezeigt, mit der eigenen Zielgruppe über Medien ins Gespräch zu kommen und ihre Medienkompetenz zu stärken. Ob aktive Medienprojekte in Schulklassen, digitale Beratungskonzepte oder Elternveranstaltungen zur Medienerziehung in der Familie – für pädagogische Fachkräfte bieten sich vielfältige Szenarien für medienpädagogische Angebote. Der Kurs nimmt dabei Kinder und Jugendliche von der 3. bis zur 12. Jahrgangsstufe in den Fokus.

    Im Kurs werden Fragen thematisiert wie:

    • Wie nutzt meine Zielgruppe Medien und wie kann ich sie im Hinblick auf einen souveränen Medienumgang in der Jugendsozialarbeit an Schulen unterstützen?
    • Welche Ziele verfolgt die handlungsorientierte Medienpädagogik?
    • Welche Haltung habe ich als pädagogische Fachkraft zu Medien und Medienpädagogik?
    • Was tun bei Konflikt-Themen wie Always On, Online-Mobbing oder Hate Speech?
    • Wie konzipiere ich Online-Formate wie z.B. ein digitales Beratungsangebot? Welche Tools eignen sich hierfür?
    • Welche Methoden und Ansätze eignen sich für die medienpädagogische Elternarbeit?
    • Wie plane ich ein medienpädagogisches Praxisprojekt für meine Zielgruppe in der Jugendsozialarbeit an Schulen?
    • Welche rechtlichen Grundlagen wie Datenschutz, Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht gilt es dabei zu berücksichtigen?

    Der Fokus des Kurses liegt in der Entwicklung und Durchführung eines eigenen Medienpraxisprojekts im Arbeitsumfeld der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)/der Schulsozialarbeit. Gegebenenfalls damit verbunden ist die Auseinandersetzung mit den medienpädagogischen Rahmenbedingungen an der eigenen Schule. Der Weiterbildungskurs orientiert sich am JaS-Konzept, steht aber allen pädagogischen Fachkräften aus der Schulsozialarbeit an allen Schularten in Bayern offen.


    Zeitraum: März 2022 bis November 2022

    Kursablauf: Blended-Learning-Kurs, bestehend aus Präsenz- und Onlinephasen.

    Präsenztage:

    • 09. März 2022 (coronabedingt online)
    • 06. April 2022 (voraussichtlich vor Ort)
    • 22. Juni 2022 (voraussichtlich vor Ort)
    • 23. Juni 2022 (optional, voraussichtlich vor Ort))
    • 30. November 2022 (voraussichtlich vor Ort)

    Ort: Medienzentrum München des JFF, Rupprechtstraße 29, München

    Online-Phasen: Selbst- und Gruppenlernen (Multimediale Lerninhalte, Online-Seminare, etc.), individuelles E-Coaching

    Online-(Zeit)Aufwand: Ca. acht Stunden im Monat und Bereitschaft zum eigenständigen Arbeiten

    Durchführung Praxisprojekt: Juni 2022 bis November 2022

    Technische Voraussetzungen: Laptop, PC oder Tablet, stabile Internetverbindung, Kopfhörer mit Mikrofon/Headset

    Kursgebühr: Kostenfrei

    Zertifikat: Bei erfolgreich abgeschlossener Kursteilnahme

    Kursleitung: Laura Michalowski und Sina Stecher (JFF) – info@medien-weiter-bildung.de

    Anzahl Teilnehmer*innen: Bis zu 15 Personen

    Anmeldeschluss: 25. Februar 2022

    Die Teilnahme an den Präsenzterminen ist verpflichtend. Falls Sie an einem Tag nicht teilnehmen können, geben Sie diesen bitte bei Ihrer Anmeldung an.

    Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützungsbedarf haben (z.B. im Hinblick auf Barrierefreiheit oder bestimmtes Essen), zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.


    Anmeldeformular

    Bitte beachten Sie, dass sich dieser Kurs bevorzugt an Fachkräfte aus Bayern richtet.

      Bitte beantworten Sie die folgenden vier Fragen:



      Ausschreibung zum Download

      Logo der Medien_Weiter_Bildung #preteens

      Medien_Weiter_Bildung #preteens 2022

      Jetzt anmelden! Blended-Learning-Kurs zu Medienpädagogik mit der Zielgruppe „Preteens“ für pädagogische Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe.

      Logo der Medien_Weiter_Bildung #preteens

      Sich zum Spielen verabreden, sich mit und über Videos unterhalten, Freundschaften schließen und pflegen, die eigene Identität erkunden und ausprobieren – geschieht das online, offline, dazwischen? Fest steht, dass Kinder und Jugendliche Medien entlang ihrer lebensweltlichen Bedingungen nutzen, um bestimmte Bedürfnisse zu erfüllen. Diese variieren in Abhängigkeit vom Alter und damit gehen unterschiedliche Entwicklungsaufgaben, Nutzungsvorlieben, Handlungsweisen, Herausforderungen und Chancen einher. Insbesondere an der Schwelle von der Kindheit zur Jugend können pädagogische Fachkräfte junge Menschen unterstützen, Medien souverän und selbstverantwortlich zu nutzen.

      Dieser Blended-Learning-Kurs nimmt daher Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 12 Jahren in den Fokus. Die Weiterbildung ist praxisorientiert und ermöglicht pädagogischen Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe, in verschiedenen Online- und Offlineformaten ihre medienpädagogische Kompetenz aus- und weiterzubilden. Der Schwerpunkt des Kurses liegt in der Entwicklung und Durchführung eines medienpädagogischen Praxisprojektes im eigenen Arbeitsbereich. Damit verbunden ist die Auseinandersetzung mit den medienpädagogischen Rahmenbedingungen in der jeweiligen Einrichtung.

      Im Kurs werden Fragen thematisiert wie:

      • Welche Ziele verfolgt die handlungsorientierte Medienpädagogik?
      • Welche Haltung habe ich als pädagogische Fachkraft zu Medien und Medienpädagogik?
      • Wie nutzt meine Zielgruppe Medien und wie kann ich beim souveränen Medienumgang unterstützen?
      • Welche Social-Media-Angebote stehen hoch im Kurs?
      • Welche Chancen und Herausforderungen bieten Medien für die Selbstdarstellung?
      • Was macht den Reiz an Games für Kinder und Jugendliche aus und welche pädagogischen Einsätze sind möglich?
      • Welche Bewegtbildformate gibt es und welche Herausforderungen bringen YouTube und Co. mit sich?
      • Wie plane ich ein medienpädagogisches Praxisprojekt für meine Zielgruppe?
      • Welche rechtlichen Grundlagen wie Datenschutz, Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht gilt es dabei zu berücksichtigen?

      Zeitraum: März 2022 bis November 2022

      Kursablauf: Blended-Learning-Kurs, bestehend aus Präsenz- und Onlinephasen.

      Präsenztage:

      • 11. März 2022 (coronabedingt online)
      • 08. April 2022 (voraussichtlich vor Ort)
      • 30. Juni 2022 (voraussichtlich vor Ort)
      • 01. Juli 2022 (optional, voraussichtlich vor Ort)
      • 02. Dezember 2022 (voraussichtlich vor Ort)

      Ort: Medienzentrum München des JFF, Rupprechtstraße 29, München

      Online-Phasen: Selbst- und Gruppenlernen (Multimediale Lerninhalte, Online-Seminare, etc.), individuelles E-Coaching

      Online-(Zeit)Aufwand: Ca. acht Stunden im Monat und Bereitschaft zum eigenständigen Arbeiten

      Durchführung Praxisprojekt: Juni 2022 bis November 2022

      Technische Voraussetzungen: Laptop, PC oder Tablet, stabile Internetverbindung, Kopfhörer mit Mikrofon/Headset

      Kursgebühr: Kostenfrei

      Zertifikat: Bei erfolgreich abgeschlossener Kursteilnahme

      Kursleitung: Laura Michalowski und Sina Stecher (JFF) – info@medien-weiter-bildung.de

      Anzahl Teilnehmer*innen: Bis zu 15 Personen

      Anmeldeschluss: 25. Februar 2022

      Die Teilnahme an den Präsenzterminen ist verpflichtend. Falls Sie an einem Tag nicht teilnehmen können, geben Sie diesen bitte bei Ihrer Anmeldung an.

      Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützungsbedarf haben (z.B. im Hinblick auf Barrierefreiheit oder bestimmtes Essen), zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.


      Anmeldeformular

      Bitte beachten Sie, dass sich dieser Kurs bevorzugt an Fachkräfte aus Bayern richtet.

        Bitte beantworten Sie die folgenden vier Fragen:



        Ausschreibung zum Download

        Mädchen sitzt an einem Schreibtisch. Auf dem Schreibtisch liegen Schreibmaterialien. Es spricht mit einer erwachsenen Person über eine Videokonferenz am Laptop. Die Person lacht und zeigt beide Daumen nach oben.

        Onlineberatung

        Ein Artikel von Sylvia Engels

        Mädchen sitzt an einem Schreibtisch. Auf dem Schreibtisch liegen Schreibmaterialien. Es spricht mit einer erwachsenen Person über eine Videokonferenz am Laptop. Die Person lacht und zeigt beide Daumen nach oben.

        Hey Leute,
        meine Mutter schreit mich ständig an. Auch wegen kleinerer Dinge. Weiß jemand, was man da machen kann? Also ob/wie man sie da beruhigen kann? Ich hab schon öfter gesagt, dass sie das lassen soll (nett und freundlich) aber das bringt nichts.
        Irgendwelche Tipps?
        Danke im Voraus!
        Eure Ju

        So lautet ein Beitrag im Jugendforum der bke-Beratung. Ein*e andere*r User*in schreibt ebenfalls im Forum:

        Hey,
        heut ist mein erster Tag im Praktikum. Ich darf gerade Frühstückspause machen.
        Ich habe nur 2 stunden geschlafen und fühle mich wie ausgekotzt.
        Gerade habe ich keine Ahnung, wie ich das Wochenland, durchhalten kann.
        Bei der ersten Katze heute Morgen ist mir direkt schlecht in der Behandlung geworden.
        Ach kein Plan….
        Ich bin mir gar nicht siche, wozu ich diesen Thread eigentlich eröffne. Notfalls löscht den Scheiss einfach wieder.
        Grüße Socke

        Diese und viele weitere Anliegen, Themen und Diskussionen in Foren, Einzelfallberatungen und Chatverläufen, auch in anderen Onlineberatungsangeboten, zeigen: Kinder und Jugendliche nutzen das Internet auch, um Ansprechpartner*innen für ihre Sorgen zu finden.

        Und Online-Angebote bieten ihnen dabei verschiedene Vorteile.

        Das Potenzial, das sich daraus für – auch – digitale Schul- und Jugendsozialarbeit ergibt, ist enorm. Welche Chancen liegen konkret darin? Und wie kann ich als Pädagog*in Beziehungsarbeit und Atmosphäre online gestalten?

        In diesem Artikel werden Anknüpfungspunkte aus der Onlineberatung für pädagogische Fachkräfte aufgezeigt.

        1. Hintergründe

        Verschiedene Studien zeigen und bestätigen immer wieder: Kinder und Jugendliche nutzen bereits in frühem Alter verschiedene Medienangebote und -geräte, Medien spielen eine große Rolle in ihrem Alltag und bei Freizeitaktivitäten, aber bestimmen diese nicht ausschließlich (vgl. Kinder-Medien-Studie 2018, RTL-Studie 2019). Das Mediennutzungsverhalten findet zu großen Teilen auch online statt: Laut KIM-Studie 2020 nutzen bereits ein Drittel der 6-/7-Jährigen das Internet, bei den 12-/13-Jährigen sind es 97%, der ARD-ZDF-Onlinestudie 2021 zufolge nutzen 14- bis 29-Jährige zu 99% das Internet täglich. Und auch die medialen Gewohnheiten der Erwachsenen, wie z.B. der Eltern, wandeln sich – 94% der Bevölkerung ab 14 Jahren nutzen Online-Angebote. Das ist auch kaum verwunderlich, da viele Alltagshandlungen inzwischen mit dem Internet verknüpft sind (z. B. Kommunikation, Unterhaltung, Information, aber auch Shoppen uvm.) und mediale Erlebnisräume verschmelzen: Ein Smartphone dient nicht mehr nur dem Telefonieren, sondern auch, um zu chatten, zu recherchieren, Videos zu streamen, Musik zu hören, Spiele zu spielen, usw.

        Auch soziale Kontakte und Beziehungen werden mittlerweile in großem Umfang online gestaltet – seien es Familien- oder Gruppenchats per Messenger, virtuelle Freundschaften, berufliche Netzwerke, … oder auch die Suche nach Rat und Unterstützung.

        Tatsächlich informieren sich 66% der Kinder und Jugendlichen zu ihren Sorgen und persönlichen Problemen am häufigsten im Internet (JIM-Studie 2015).

        Die Sorgen und Themen von Kindern und Jugendlichen online aufzugreifen knüpft also an ihre Lebenswelt und an ihre Medienerfahrungen allgemein, aber auch an ihre konkrete Suche nach Rat an.

        2. Welchen Mehrwert bieten Onlineberatungsangebote

        Onlineberatungsangebote ersetzen Präsenzangebote nicht, sie sind einfach: anders. Jeden Beratungskanal, seien es das persönliche Gespräch im selben Raum, ein Beratungschat, Videokommunikation, Forenbeiträge, Telefonkontakte oder eine Beratung per „Mail“ [i], zeichnen andere Charakteristika aus.

        Online zu beraten bzw. beraten zu werden, kann für verschiedene Zielgruppen und teils auch je nach Onlinemedium verschiedene Vorteile bieten. Üblicherweise werden ganz allgemein zeitliche und/oder räumliche Flexibilität, Niedrigschwelligkeit, hohe Autonomie der Ratsuchenden und je nach Konzept auch Anonymität und der Fokus auf schriftlichen statt mündlichen Ausdruck genannt.

        Viele dieser Vorteile lassen sich auch in einer digitalen Schul- und Jugendsozialarbeit wiederfinden. Hier einige Beispiele:

        Beispiel: Kinder/Jugendliche erreichen, die z. B. lieber schreiben

        Ferhad ist eher still und zurückhaltend. Er hat Prüfungsangst und zusätzlich machen ihm Situationen zu schaffen, bei denen er im Mittelpunkt steht und vor vielen Leuten sprechen soll, wie etwa Referate. Auf der Suche nach Ideen, mit denen er seine Angst vor Referaten abbauen kann, wendet er sich über das Schulportal per Nachricht an die Schulsozialarbeiterin.

        Beispiel: Kinder/Jugendliche erreichen, die sich in Medien- und Onlinewelten sehr wohl fühlen

        Armin arbeitet im Jugendzentrum und bietet an, über einen sicheren Messenger bei Problemen zu Hause, in der Schule oder auch darüber hinaus für die Jugendlichen da zu sein. Melanie chattet viel mit ihren Schulfreundinnen via Messenger-Apps und nutzt ausgiebig soziale Netzwerke. Als sie im Gruppenchat hört, dass ihre Freundinnen im Gegensatz zu ihr alle schon einen Praktikumsplatz gefunden haben, wird sie sehr unruhig und schreibt besorgt Armin.

        Beispiel: Kinder/Jugendliche erreichen, die mit angst-, schambesetzten oder identitätssensiblen Themen zu kämpfen haben

        sunny_side_down ist weiblich und wurde beim Knutschen mit ihrer Freundin von einem guten Bekannten ihrer Eltern erwischt. Sie will sich nicht outen, da sie im Hinblick auf ihre sexuelle Orientierung selbst noch nicht sicher ist – befürchtet aber, dass der Bekannte die Eltern ins Bild setzt. Da ihre Eltern sich bisher sehr konservativ gezeigt haben und auch sonst niemand in ihrem Umfeld von ihrer Beziehung weiß, macht sie sich große Sorgen. Sie möchte daher an ihrer Schule das anonyme Chatangebot bei Problemen in Anspruch nehmen.

        Beispiel: Kinder/Jugendliche erreichen, die keinen direkten 1:1-Kontakt möchten

        Leon trinkt schon mal bei seinem älteren Bruder und seinen Freunden das ein oder andere Bier mit. Er fragt sich aber, wo ein normaler Umgang mit Alkohol aufhört und eine Sucht beginnt. Damit konkret zu einem Erwachsenen zu gehen, kann er sich nicht vorstellen. Am liebsten möchte er nur mal mitbekommen, wie das andere so sehen. Als das Sozialarbeiter*innen-Team an seiner Schule im Rahmen einer Kampagne zur Alkoholprävention einen Themenchat dazu anbietet, loggt er sich ein und liest still bei den Fragen der anderen Jugendlichen und den Antworten der Sozialarbeiter*innen mit.

        Beispiel: Kinder/Jugendliche erreichen, die (zunächst) anonym bleiben wollen

        Delia macht sich Sorgen, um ihre Freundin, weil diese sehr düstere, depressiv-anmutende Inhalte in ihrer Social-Media-Timeline postet und sich mehr und mehr abzukapseln scheint. Sie sucht Rat und Hilfe, ihr ist aber wichtig, die Freundin nicht zu stigmatisieren, bloßzustellen oder in Bedrängnis zu bringen. Sie möchte daher anonym bleiben und sich so einer Beratung nähern. Sie legt sich als Lilienfee einen Account im Hilfe-Portal ihres Schulcampus an und schreibt eine Nachricht an das Beratenden-Team.

        Beispiel: digital Eltern und Elternteile erreichen

        Natalie ist in der 3. Klasse, ihr Lehrer spricht ihre Mutter darauf an, dass Natalie immer weniger gut im Unterricht mitkommt. Ihre Mutter wünscht sich Hilfe, um die Situation besser zu verstehen. Da sie alleinerziehend und durch ihre Arbeit zeitlich stark eingeschränkt ist, bietet die Schulsozialarbeiterin an, einen Termin per Video zu vereinbaren, um die möglichen Gründe zu besprechen. Natalies Mutter zeigt sich begeistert, auch weil Natalies 200km entfernt wohnender Vater womöglich bei einem weiteren Videotermin ebenfalls dabei sein könnte.

        Beispiel: Streithähne trennen und Konflikt dennoch angehen

        Die Viertklässler Donovan und Toni geraten ständig im Schulalltag und auch auf dem Schulweg aneinander und tragen ihre Streitigkeiten teils auch körperlich aus. Den Ursprung der Streitigkeiten kann offenbar keiner mehr benennen, in Mediationsversuchen schweigen beide und funkeln sich gegenseitig an. Sie stimmen schließlich dem Vorschlag zu, zu versuchen, mit einem*r Mediator*in per Chat ihren Konflikt anzugehen und Regeln für den Umgang miteinander zu finden. Auf diese Weise sind sie räumlich getrennt, sehen sich auch nicht und können sich womöglich besser auf die Konfliktbeilegung konzentrieren.

        Beispiel: Vorteile von verschiedenen Online-Medien nutzen: z. B. Reflexion beim Schreiben

        Ah-young ist nach einem Umzug neu in ihrer Klasse und verunsichert, ob sie Anschluss findet. Sie hat Schwierigkeiten, manche Aussagen und Witzeleien ihrer Klassenkamerad*innen einzuordnen. Gleichzeitig hat sie Sorge, vielleicht gar nicht an der Schule zu bleiben, weil sie mit ihrer Familie schon sehr häufig umgezogen ist. Ihre Gedanken drehen sich im Kreis, sie ist sehr durcheinander und fühlt sich allein. In einem Internet-Forum schildert sie ihre Sorgen, wobei sich ihre Verwirrung zunächst auch in einem sprunghaften Schreibstil widerspiegelt. Beim Schreiben sortieren sich ihre Gedanken zunehmend und sie schreibt schließlich selbst, dass sie wahrscheinlich einfach mit ihren Eltern über einen weiteren möglichen Umzug und vielleicht auch mit einem anderen Mädchen aus ihrer Klasse über die Situation reden sollte. Ein anderer User zeigt Verständnis für ihre Sorgen und fragt nach, ob sie schon weitergekommen sei. Drei Tage später antwortet sie stolz und in sehr klarer Sprache, dass sie sich ein Herz gefasst und mit ihren Eltern schon gesprochen habe.

        Weitere Beispiele ergeben sich mit Blick darauf, ob die Anwesenheit in der Schule oder der Jugendeinrichtung eine Voraussetzung sein muss, um die eigenen Sorgen zu teilen: Schulschließungen und Quarantänen zeigen bereits die Notwendigkeit anderer Anlaufstellen. Dazu kommt, dass ein Problem bzw. Sorgen häufig in ganz anderen Situationen und zu anderen Zeitpunkten ins Bewusstsein rücken: nämlich nicht in der Schule oder im Jugendzentrum, sondern z. B. zu Hause beim Grübeln vorm Einschlafen usw. Hier bieten viele Onlineberatungskanäle die Möglichkeit, die eigenen Sorgen direkt in Worte zu fassen und durch die Verbalisierung häufig auch selbst schon besser zu verarbeiten. Das gilt für Liebeskummer, Sorgen zu Schulleistungen und Ausbildungsperspektiven, familiäre Probleme wie auch akute Krisensituationen.

        Für viele Ratsuchende, egal welchen Alters, bietet die Onlineberatung zudem die Chance, den eigenen Rückzugsort, z. B. zu Hause, zum Beratungsort zu machen. In einer selbst gewählten Wohlfühlumgebung sinkt die Hemmschwelle, sich mitzuteilen.

        Darüber hinaus lässt sich die mediale Welt der Kinder und Jugendlichen online selbst leichter erleben – das ermöglicht oft ein höheres Verständnis für ihre Lebenswelt und signalisiert durchaus auch Interesse an ihrer Person und ihrer Situation. Im Kontext der Kinder- und Jugendpsychotherapie gibt es sogar Anamnesebögen zur Mediennutzung, um sich ein umfassendes Bild von der Lebenssituation und von Gewohnheiten zu machen, ohne dass das Anliegen einen direkten Bezug zum Thema Medien haben muss.

        3. Online-Beziehungsarbeit und Atmosphäre

        Wesentlich für Beratung und Begleitung, in der Schul- und Jugendsozialarbeit wie auch in anderen Kontexten, ist die Beziehungsarbeit. Und das gilt auch online. Dabei lassen sich die Bedingungen aus der persönlichen Begegnung im selben Raum nicht einfach übertragen: Beziehungsgestaltung online muss – und kann – erlernt werden. Neben konkreten Methoden und Interventionen für die Gestaltung von Onlineberatungsprozessen per Mail, Chat, Forum, Video oder Messenger ist es hilfreich, verschiedene Grundsätze und Leitlinien zu beachten bzw. zu reflektieren [ii]:

        • Das eigene Mindset dazu, digital miteinander in Kontakt zu sein

        Die eigene Haltung zum Thema „Online kommunizieren und beraten“ ist meist elementar für das Erkennen von Potenzialen und Grenzen. Wie sieht meine eigene Medienbiografie aus? Wie kompetent schätze ich mich in Bezug auf Technik ein und ist eine geringere Technik-Affinität wirklich ein Hindernis? Welche Erfahrungen habe ich selbst schon gemacht? Was ist mir im Kontakt mit den ratsuchenden Kindern und Jugendlichen wichtig und was ist online anders als offline?

        • Authentizität, z. B. „gemeinsames Ausprobieren“

        Häufig wird die eigene technische Kompetenz als ultimative Messlatte für das Gelingen von Onlineberatungsprozessen wahrgenommen. Ganz den Grundsätzen der Kongruenz und Transparenz folgend ist es aber durchaus in Ordnung, wenn nicht sogar entlastend, authentisch über die eigenen Fähigkeiten zu sprechen. „Per Chat zu beraten ist für mich noch recht neu, bestimmt kann ich dabei von Dir noch viel lernen. 😉 falls etwas schief geht, probieren wir es einfach nochmal oder wechseln auf ein anderes Medium. ok?“ wäre ein Beispiel dafür.

        • Fehlen von (non-verbalen) Signalen ausgleichen, z. B. über Sprache

        In allen Onlineberatungsformen, auch per Video, entfallen verschiedene Signale in der Kommunikation. Diesen (vermeintlichen) „Verlust“ anzuerkennen und entsprechend einen anderen Umgang damit zu finden, ist wohl das zentrale Element der Onlineberatungskompetenz. Viele Informationen lassen sich anders vermitteln bzw. ausdrücken, z. B. sprachlich statt mimisch. Wie man das macht und wie man sich einem Anliegen methodisch sinnvoll nähert, lässt sich erlernen – z. B. in vielfältigen Weiterbildungen.

        • Wertschätzung, Annahme und Würdigung ausdrücken

        Onlineberatung ist oft niedrigschwellig – dennoch kostet es meist auch online Überwindung, Hilfe und Rat zu suchen. Als Teil der Beziehungsgestaltung online ist es daher wichtig, auch hier Person und Anliegen anzunehmen, wertzuschätzen und die Bereitschaft der Person zu würdigen, sich mit dem eigenen Anliegen auseinanderzusetzen.

        • Transparenz für Rahmenbedingungen geben und damit Sicherheit vermitteln

        Wie lange können wir hier denn chatten? Wie erreiche ich Dich/Sie, wenn ich noch eine Frage habe? Hört wirklich niemand sonst zu? Nerve ich, wenn ich lauter Nachrichten schreibe? Wann bekomme ich eine Antwort? Solche und ähnliche Fragen beschäftigen ratsuchende Kinder, Jugendliche und Erwachsene – um ihnen zu ermöglichen, anzukommen und sich besser einlassen zu können, empfiehlt es sich also, als beratende Person die Rahmenbedingungen klar darzustellen. Dazu gehören u.a. auch Vertraulichkeit und Datenschutz.

        • Technische Unwägbarkeiten im Blick haben: Plan B bereit halten

        Online zu kommunizieren setzt natürlich auch technische Gegebenheiten voraus. Neben der Abwägung, welche Onlineberatungskanal überhaupt in Frage kommt (z. B. je nach Anliegen, Prozessphase, medialer Ausstattung etc.), sollte es einen Plan B geben, falls etwas nicht klappt, wie geplant. Das kann dann bspw. telefonisch, per Mail, mit einem anderen Tool, usw. erfolgen und wird bestenfalls schon vorab geklärt.

        Bei Beachtung dieser Grundsätze ist oft schon ein anderer Blick auf das Digital-in-Kontakt-Sein und damit auch eine bewusste Gestaltung des Prozesses möglich.  

        Aber auch darüber hinaus bietet Onlineberatung viel Raum zur tieferen Auseinandersetzung:

        Spätestens mit den pandemiebedingten Maßnahmen, wie Schulschließungen und Online-Unterricht, Kontaktbeschränkungen und Absagen/Verschieben von Veranstaltungen seit dem Frühjahr 2020 mussten sich pädagogische Fachkräfte mit Alternativen zu persönlichen Begegnungen auseinandersetzen. Für viele kam und kommt damit die Onlineberatung erstmals ins Spiel. Onlineberatung an sich ist aber kein neues Thema, sondern ein Arbeitsfeld, das bereits in den 90ern im D-A-CH-Raum Einzug hielt und seitdem kontinuierlich beforscht, methodisch elaboriert und umgesetzt wird. Und Nutzungszahlen zeigen immer wieder, dass es sich lohnt, sich eingehender mit Onlineberatung und ihren Potenzialen zu beschäftigen.  

        Grundsätzlich ist überdies davon auszugehen, dass eine Flexibilisierung in Hinsicht auf den Beratungskanal für alle wünschenswert ist und dadurch stetig individuell darauf eingegangen werden kann, was Kind, Jugendliche*r, Eltern und ggf. Lehrkräfte in ihrem Anliegen brauchen. Dabei spielt auch das Kombinieren von verschiedenen Beratungskanälen, das sog. Blended Counseling, eine zunehmend größere Rolle, um innerhalb eines Beratungsverlaufs die Vorteile verschiedener Medien zu nutzen.

        Onlineberatung stellt also eine Erweiterung des Handlungsrahmens für pädagogische Fachkräfte dar, der sich durch die Auseinandersetzung mit Grundlagen und Methodik aktiv gestalten lässt.

        Fragen und Themen wie

        • Wie kann ich methodisch fundiert arbeiten? Methoden und Konzepte der Onlineberatung anwenden
        • Wie kann ich Onlineberatung institutionell umsetzen? Onlineberatung konzeptionell verankern und Rahmen-/Arbeitsbedingungen setzen/danach ausrichten

        lassen sich durch entsprechende Weiterbildung(en) erschließen. Die in diesem Beitrag gezeigten Anknüpfungspunkte mit Beispielen und einigen Grundsätzen bieten vielleicht schon einen ersten Einstieg.


        [i] Gemeint sind hier zeitversetzte Nachrichten über eine geschützte Plattform – landläufige E-Mails erfüllen wiederum nicht die Vorgaben bzgl. Datensicherheit und -schutz.

        [ii] Stefan Kühne formuliert z.B. in seinem Artikel „Qualität und die Rechte von KlientInnen in der Online-Beratung“ beispielsweise „10 einfache Regeln für Online-Beratung“, die die hier aufgeführten Grundsätze teils näher ausführen und teils ergänzen. Eine ausführlichere Auseinandersetzung mit dem Thema Haltungen in der Onlineberatung bietet bspw. Emily Engelhardt in ihrem „Lehrbuch Onlineberatung“.


        Beispiele für Onlineberatungsangebote für Kinder und Jugendliche:

        bke-Jugendberatung: https://jugend.bke-beratung.de

        juuuport: https://www.juuuport.de/beratung

        jugendnotmail: https://www.jugendnotmail.de/

        YoungWings: https://www.youngwings.de/

        U25 Deutschland: https://www.u25-deutschland.de/

        Onlineberatung des Kinder- und Jugendtelefons: https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendberatung/online-beratung/

        Quellen:

        https://jugend.bke-beratung.de/forum/5/73505/schreien.html?pg[1]

        https://jugend.bke-beratung.de/forum/6/69881/praktikum.html?pg[1]

        https://www.ard-zdf-onlinestudie.de/ardzdf-onlinestudie/infografik/

        https://www.schau-hin.info/studien/studien-zur-mediennutzung

        https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2015/JIM_Studie_2015.pdf

        Literaturtipps (Auswahl):

        Engelhardt, E. (2021): Lehrbuch Onlineberatung. 2., erw. Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht


        Sylvia Engels ist zertifizierte Onlineberaterin (TH Nürnberg) und bildet derzeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für E-Beratung an der TH Nürnberg Fachkräfte in Onlineberatung aus. Mit ihrem Hintergrund in Germanistik, Sozial- und Erziehungswissenschaften vertritt sie das Institut als Referentin in Vorträgen und Workshops zum Thema Onlineberatung und ist für die Konzeption von Weiterbildungsangeboten sowie die Weiterentwicklung des Bereichs zuständig. Mit ihrem medienpädagogischen Hintergrund widmet sie sich insbesondere der didaktischen Gestaltung von E-Learning-Formaten, so z. B. auch des entstehenden OPEN VHB-Kurses „KI und Soziale Arbeit“. Sylvia Engels ist darüber hinaus als Referentin für Medienbildung freiberuflich tätig.


        Weihnachtlicher Roboter auf fliegendem Schlitten mit Infos zum Adventskalender.

        Adventskalender „Medientrends“ 2021

        Kostenloser Newsletter via Signal-Messenger

        Squid Game, Toca Life: World, Netzjargon & Co. – Medienphänomene und -angebote, die Kinder und Jugendliche umtreiben, sind vielfältig, oftmals kurzlebig, kreativ und manchmal nicht ohne. Hier up to date zu bleiben oder nachzuvollziehen, was den Reiz ausmacht, ist im (medien-)pädagogischen Alltag gar nicht so leicht.

        Hier werden Sie vom 01. bis zum 24. Dezember täglich mit kurzen und knackigen Informationen und Quizfragen zu verschiedenen Medientrends versorgt.

        2021 wurde der Adventskalender als kostenloser Newsletter über den Messengerdienst Signal versendet. Hier finden Sie alle Türchen des Adventskalenders „Medientrends“ 2021:

        1. Türchen: Signal
        2. Türchen: Squid Game
        3. Türchen: JOMO
        4. Türchen: Anime
        5. Türchen: VSCO
        6. Türchen: Dark Social
        7. Türchen: Toca Life: World
        8. Türchen: Online-Gesellschaftsspiele
        9. Türchen: Face-Filter
        10. Türchen: OnlyFans
        11. Türchen: #weee-Trend
        12. Türchen: Speedrun
        13. Türchen: what3words
        14. Türchen: Gefälschte Tierrettungsvideos
        15. Türchen: Virtuelles Influencing
        16. Türchen: Valorant
        17. Türchen: Incels
        18. Türchen: Watchparty
        19. Türchen: Alterskennzeichnungen
        20. Türchen: Prank
        21. Türchen: Podcast
        22. Türchen: Follow Me Around (FMA)
        23. Türchen: Netzjargon

        Adventskalender aus dem Vorjahr

        Die Türchen aus dem Vorjahr können hier auf unserer Webseite nachgelesen werden.

        Silberreiher in Winterlandschaft. Eingefangen von Michael Moser.

        Medienpädagogische Arbeit in der Jugendsozialarbeit an Schulen

        Wie sieht medienpädagogische Praxisarbeit in der Jugendsozialarbeit an Schulen aus? Was braucht es dafür? Und wofür lohnt es sich? Der Diplomsozialpädagoge Volker Witt spricht mit Sina Stecher im Projekttalk und hat seine Erfahrungen, Ideen, Gedanken und Tipps außerdem in einem Artikel für uns festgehalten.

        Das Interview zum Hören

        Der Artikel zum Lesen

        Ein Artikel von Volker Witt

        Zunächst einmal bleibt festzuhalten: Die Medienpädagogik an Schulen ist Neuland. Im (angeblichen) Zeitalter der Digitalisierung in Deutschland gibt es immer noch riesige WLAN-Lücken in Schulgebäuden – wenn es überhaupt eines gibt. Wir sehen einen großen Mangel an Endgeräten und PC-Räume die eher den Titel PC-Museen verdient hätten. Und wie sieht es mit den Skills der Benutzer aus? Es gibt immer mehr Fortbildungen, online und in Präsenz, nur müssen diese halt auch besucht werden. Zudem hat Schulpersonal aller Art eher selten eine digitale Entwicklungsgeschichte und kann sich somit nicht zu den Digital Natives zählen.

        Wenn dann also, wie bei uns an der staatlichen Berufsschule in Günzburg, zahlreiche Ipads, gutes WLAN und Glasfaserleitung vorhanden sind, dann muss man das alles auch noch benutzen. Wollten Sie das nicht schon immer?

        Was fängt nun der*die Jugendsozialarbeiter*in mit seinen*ihren Einzelfallhilfen undProjekten in der digitalen Welt an? Wie erreicht er*sie „seine*ihre“ Schüler*innen in diesen Tagen überhaupt? Mehr dazu hier!

        Erreichbarkeit und Zugang zu (JaS-)Schüler*innen mit Medien, die diese selbst nutzen

        WhatsApp

        Besonders zu Beginn der Pandemie, 2020, war WhatsApp einer der wenigen Kanäle um mit den Schüler*innen überhaupt in Kontakt zu treten. Hierfür musste natürlich erstmal ein Diensthandy her – genauer gesagt ein Smartphone. Mit freundlicher Hilfe von unserem Schulleiter und dem Landratsamt Günzburg klappte das auch recht zügig. Warum eigentlich ein Diensthandy? Das eigene geht doch auch, oder? An dieser Stelle ein ganz klares NEIN!
        Dies gleich aus mehreren Gründen:

        1. Die Privatsphäre: Wollen Sie wirklich auch noch nach Feierabend für Schüler*innen und potentielle Notfälle, die die Jugendsozialarbeit so mit sich bringt verfügbar (und verantwortlich) sein?
        2. Datenschutz die erste: Nach US-Recht (das, für den amerikanischen Dienst WhatsApp greift) ist es erlaubt, dass der dortige Geheimdienst und einige mehr Zugriff auf die übertragenen Daten erlangen dürfen. In unserem Fall unwahrscheinlich aber nicht unmöglich.
        3. Datenschutz die zweite: WhatsApp fragt direkt nach der Installation und danach immer wieder sämtliche Kontakte auf einem Smartphone ab. Auf unserem privaten Handy haben aber leider immer noch viele einen bunten Mix aus privaten und geschäftlichen Kontakten. Darunter auch einige die kein WhatsApp nutzen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass wir von diesen Personen laut DSGVO (=Datenschutz-Grundverordnung) keine Zustimmung haben, deren Telefonnummer einfach so auf einen Server in USA beamen zu lassen! Auch hier gilt wieder: Wo kein Kläger, da kein Richter. Darauf ankommen lassen sollte man es aber nicht.

        Die Nutzung eines Diensthandys ist im Fall der Nutzung von digitalen Messaging Diensten also unumgänglich. So auch bei…

        Telegram

        Telegram wurde zunächst als sehr sicherer Messenger gehypt. Das hat sich jedoch mittlerweile geändert: Querdenker*innen, die rechte Szene und weitere Gruppierungen die man nicht unbedingt auf seinem Smartphone haben will, kursieren heute auf Telegram.

        Hinzu kommen nicht ganz unerhebliche Sicherheitsprobleme, wie hier auf Heise online eindrucksvoll belegt.

        Über allem steht noch die Tatsache, dass mich bis heute kein einzige*r Schüler*in auf Telegram angeschrieben hat – der Messenger ist bei Jugendlichen (Berufsschüler*innen) schlicht und einfach bedeutungslos.

        SMS

        Jetzt kommt´s! Die SMS, oder ausgeschrieben Short Message Service wird tatsächlich auch heute noch zeitweilig benutzt, sogar von Schüler*innen. Hat sicherlich etwas mit dem kleinen Trend zum „Retro-Handy-Knochen“ zu tun, weil damit ist nichts anderes möglich als telefonieren, „simsen“ und unscharfe Fotos schießen. Laut der Seite „Wertgarantie“ ist simsen übrigens sicherer als WhatsApp. Warum lesen Sie hier.

        Signal

        Ist keine Zahncreme, soll aber u. a. laut Edward Snowden sicher sein. Warum genau analysiert giga.de hier. Zudem erfreut sich der Messenger weltweit wachsender Beliebtheit. Auch die Seite nau.ch kommt zu dem Schluss, dass man sich bei Signal auf der sicheren Seite befindet.

        Beispiel: Aushang zur Kontaktaufnahme mit Volker Witt in der Schule.
        Diesen Aushang finden Schüler*innen an der staatlichen Berufsschule in Günzburg in jedem Klassenzimmer und an diversen Pinnwänden. Der Datenschutzhinweis nervt, ist aber unerlässlich. Die Erreichbarkeitszeiten helfen einerseits, um den Feierabend von der Arbeitszeit abzugrenzen und andererseits, wissen die Schüler*innen, wann sie mit einer Antwort rechnen können.

        Threema

        Ist ein Schweizer Unternehmen und der Messenger gilt als sehr sicher. Er hat jedoch zwei nicht zu unterschätzende Nachteile: Zum einen wird er kaum unter Schüler*innen und generell selten verwendet, zum anderen kostet er 4 €.

        Microsoft Teams

        Stellt sich als die Kommunikationslösung in Schulen schlechthin dar und wurde in Lockdownzeiten auch zunehmend und umfassend als solche genutzt.
        Tatsächlich handelt es sich um ein sehr umfassendes Programm aus der Microsoft Office Serie. Neben Einzel- und Gruppenchats sind Videosessions, die Speicherung von Dateien aller Art und zu lösende Aufgaben hinterlegen möglich.

        Die Lizenzierung wird über die jeweilige Schule vorgenommen und war im ersten Lockdownzeitraum ab März 2019 kostenlos. Die Zustimmung zur Nutzung und Datenverarbeitung wird bei Schüler*innen, Lehrer*innen oder Sozialarbeiter*innen per unterschriebenem Formular, teilweise direkt auf Teams eingeholt.

        Einzelfallhilfe war mit diesem Programm eine gewisse Zeit lang sehr gut machbar, seitdem der Unterricht wieder zur Gänze in Präsenz stattfindet scheint mir die Erreichbarkeit der Schüler*innen über diese Plattform jedoch wieder etwas zurück zu gehen.

        Diese Aufzählung der möglichen digitalen Zugangswege zu Schüler*innen im Rahmen der Jugendsozialarbeit an Schulen ist und kann nicht vollständig sein, die ein oder andere Anregung sollte aber dabei sein. Achja: Anrufen geht auch noch, auch das ist heutzutage via WLAN-Telefonie oder per Smartphone online möglich.

        Nachdem die virtuellen Kontaktmöglichkeiten in der Jugendsozialarbeit geklärt sind, bleibt noch zu erklären, welchen Nutzen ein medienpädagogisches Praxisprojekt für die Arbeit im JaS-Kontext hat und wie es beispielhaft aussehen kann…

        „Film ab, Ton läuft: Natur Pur!“

        Nach draußen gehen, aktiv werden, voneinander lernen, gemeinsame Erlebnisse haben und miteinander teilen – das stand am Anfang des Projektes „Natur Pur!“ Ziel des Projektes ist es die Jugendlichen zu aktivieren, an die Natur heranzuführen und mit digitalen Methoden und Hardware vertraut zu machen. Dass Filmen viel mehr als einfach nur „die Kamera draufhalten“ ist, lernen und vermitteln wir vor allem dadurch, dass das Rohmaterial in Form von Clips und Bildern immer wieder zusammen gesichtet und bewertet wird.

        Wie bekommen wir die Daten vom Ipad auf den PC, wie vom Smartphone auf den Rechner? Was ist eine Cloud? Ständig eröffnen sich neue Problemstellungen, die wir zusammen angehen und auflösen. Man muss nicht jeden (technischen) Kniff kennen, sondern kann mit den Schüler*innen gemeinsam etwas erarbeiten.

        Wir wollten in unserer Klasse etwas schaffen an das man sich gerne erinnert, auch noch nach Jahren. Um das zu verwirklichen, haben wir eingangs einiges über das Filmen an sich gelernt und thematisiert.

        Damit es nicht beim Filmen bleibt – Schüler*innen von Heute filmen ja ständig irgendetwas – habe ich dann nach und nach auch noch andere Tools in das Projekt integriert. Eins davon sind die Learningsnacks.

        In diesem selbst erstellten Learningsnack – ein Quiz im Stil eines Messengers – wird Video und Text zur interaktiven Lerneinheit. Die Schüler*innen lernen dabei viel über Kameraeinstellungen im Film.

        Die verwendete Software heißt iMovie, entwickelt von Apple. Ich selbst bin kein allzu großer Apple-Fan, muss jedoch zugeben, dass iMovie wirklich gut und relativ einfach zu bedienen ist. Gerade für Einsteiger*innen im Filmgeschäft. In diesem Tutorial könnt ihr lernen wie´s geht. Natürlich gibt es auch brauchbare Software für Android Smartphones und PC, aber das sprengt den Rahmen dieses Blogbeitrags.

        Wir sind dann immer wieder raus in die Natur gegangen und haben zusammen Bild- und Tonaufnahmen gemacht. Diese dürfen wir in der Berufsschule und auch im Team der Jugendsozialarbeiter*innen von Pro Arbeit im Landkreis Günzburg präsentieren.

        Foto eines herbstlichen Waldes.
        Natur Pur! Bild eines Schülers aus der BVJ-N

        Empfehlenswert sind neben einer Kamera, oder wie in unserem Fall, einem iPad, ein brauchbares Stativ nebst Halterung für das Tablet. Eine ruhige Kameraführung ist generell zielführend, der*die Zuschauer*in denkt sonst schnell an zu viel Seegang.

        Silberreiher in Winterlandschaft. Eingefangen von Michael Moser.
        Großes Kino: Der Silberreiher – eingefangen von Michael Moser

        Die Jugendlichen haben im Verlauf des Projekts immer mehr Bock aufs Arbeiten bekommen und waren bis zum Schluss motiviert dabei. Das liegt daran, dass uns, Michael und mir, einfach viel am Filmen, Fotografieren und vor allem an den Schüler*innen gelegen ist. Das bekommen die mit und machen in der Folge auch mit. Natürlich gibt es Durchhänger, aber da muss man durch.

        Zwischendurch kann da ein kleines Filmchen wie dieses weiterhelfen:

        OK, ich bin Fan von Vegas, ich gebe es ja zu.

        Ganz viel von ihr gibt es übrigens hier zu sehen.

        Ein tolles Kahoot zum Thema „Film“ gibt es hier.

        So, und jetzt ran an Kamera, Handy, iPad!


        Volker Witt ist Diplomsozialpädagoge, 52 Jahre, mit 23-jähriger Erfahrung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, sowie Schul- und Jugendsozialarbeit an Mittelschulen, Gymnasium und aktuell Berufsschule. Er liebt Technik, Smartphones und Computer und hat schon zahlreiche Projekte mit Bild und Ton auf die Beine gestellt. Auch PC und Smartphone Kurse mit Erwachsenen und Senioren gehören zu seinem Repertoire.

        Zwei erwachsene Personen und zwei Kinder ziehen lachend gemeinsam an einem Tau.

        Medienpädagogische Elternarbeit

        Ein Artikel von Annette Wagner

        Zwei erwachsene Personen und zwei Kinder ziehen lachend gemeinsam an einem Tau.

        „Wie lange darf mein Kind am Computer spielen? Ab wann darf mein Kind ein Handy haben?“ – viele ähnliche Fragen brennen den Eltern von Kindern und Jugendlichen unter den Nägeln. Schulsozialarbeiter*innen sind aber in den Schulen noch mit weiterführenden Themen wie Cybermobbing, Cybergrooming, Selbstdarstellung im Netz und Privatsphäre Verletzungen, um hier nur einige zu nennen, befasst. In Zeiten von „Lockdown“ und Homeschooling hat die Brisanz und Dringlichkeit der Medienpädagogischen Elternarbeit sehr zugenommen. Schulen und Kitas waren zumindest teilweise geschlossen und für Eltern gewann das Thema der sinnvollen Nutzung digitaler Medien an Tragweite. Die Fragen nach „Wie mache ich alles richtig?“ und „Ist das, was ich mache auch gut so?“ nehmen immer mehr zu. Die schnelle voranschreitende Digitalisierung und die zunehmende Nutzung digitaler Medien der Kinder erzeugt bei manchen Eltern ein schlechtes Gewissen, löst viele Fragen aus oder macht in vielen Bereichen auch hilflos: „Wie soll ich da noch mitkommen?“ Um diesen Fragen, Unsicherheiten und Sorgen entgegenzukommen, ist Medienpädagogische Elternarbeit notwendig. Doch was ist das eigentlich genau?

        Medienpädagog*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Erzieher*innen und ähnliche pädagogische Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, sind auch auf die Arbeit mit dem Elternhaus angewiesen. Das betrifft viele Bereiche des pädagogischen Handelns und gleichermaßen, bzw. insbesondere durch die Veränderungen der Pandemie, die Medienpädagogik. Medienpädagogische Elternarbeit bedeutet Transparenz seitens der Bildungseinrichtung, eine gemeinsame Linie zu finden, zu informieren und zu stärken.

        Die Familie ist der Ort, an dem Kinder das erste Mal digitale Medien erleben. Digitale Geräte und Medien gehören zur Lebenswelt der Kinder dazu und sind ein Bestandteil des Alltags vieler Familien. Kinder nehmen ihre Umwelt von Anfang an wahr und wollen sie mit allen Sinnen erfassen. Sie ahmen die Eltern nach, orientieren sich an ihren Verhaltensweisen und bringen auch digitalen Medien eine große Neugier entgegen. Eltern mit jüngeren Kindern (Kita und Grundschulalter) haben selbst schon einen Teil der Digitalisierung miterlebt fühlen sich aber oftmals hilflos, weil sie die Schnelligkeit der Digitalisierung manchmal überfordert und ihre eigenen Eltern ihnen diese Erfahrungen noch nicht vorleben konnten. Erfahrungen wie z. B. beim Schwimmen oder im Straßenverkehr: „An dieser Kreuzung musst Du aufpassen!“ oder „Achtung, steig nicht bei fremdem Menschen ins Auto.“ Die Eltern der 60er Jahre erlebten die ersten Regeln bezüglich ihrer Mediennutzung zumeist bezüglich des Fernsehers und des Radios. Regeln wie z. B. keine Musik hören während der Hausaufgaben oder Fernsehen nur zu bestimmten Zeiten und für eine bestimmte Dauer. Eltern jüngeren Datums haben den Computer im Wohnzimmer der Eltern erlebt und durften ab und zu ein Computerspiel spielen. Durch die Einführung des Smartphones 2007 und auch des App Stores 2008 bekam die Entwicklung der digitalen Medien noch eine zusätzliche Richtung. Durch die mobile Nutzung stehen alle Funktionen zu jeder Zeit an jedem Ort und mit jedem Inhalt zur Verfügung. Diese Tatsache bereitet vielen Eltern, auch den jüngeren, ein mulmiges Gefühl.

        Die Entwicklung unserer digitalen Welt und das Erleben und die Regeln, die wir als Eltern mitbringen, sind in der Medienpädagogischen Elternarbeit von großer Bedeutung. Um in die Medienpädagogische Elternarbeit einzusteigen, ergibt es also Sinn, sich zunächst als Fachkraft selbst und dann gemeinsam mit den Eltern die eigene Medienbiografie anzuschauen. Diese Methode ermöglicht es, den Zugang zu den Medienvorlieben der Kinder und Jugendlichen zu finden. Sie bietet die Möglichkeit, sich reflektierend das eigene Medienverhalten in seiner Biografie anzuschauen und insbesondere auch die Reaktionen der eigenen Eltern auf das eigene Verhalten in Erinnerung zu rufen. Die medienbiografische Arbeit bietet die Möglichkeit, somit das eigene Verhalten gegenüber Kindern und Jugendlichen und die Einstellungen gegenüber Medien zu reflektieren oder gegebenenfalls anzupassen. Mögliche Fragen zur medienbiografischen Bearbeitung sind z. B.: Welches Medium habe ich als erstes genutzt? Welches Computerspiel habe ich geliebt? Gab es Medienverbote und diesbezüglich Konflikte mit den Eltern?

        Screenshot: https://wordwall.net/de (Annette Wagner)

        Warum ist also die Medienpädagogische Elternarbeit wichtig? Wie bereits oben beschrieben, ist die Familie der erste und wichtigste Ort für die Medienerziehung. Viele Kleinkinder erleben von Anfang an die Nutzung der Smartphones von ihren Eltern und Großeltern, werden selbst damit fotografiert und entwickeln diesbezüglich eine große Neugier. Damit Eltern einen reflektierten Umgang mit Medien entwickeln und diesen auch weitergeben, müssen sie für die Mediennutzung ihrer Kinder sensibilisiert werden, um zu verstehen, was die Kinder machen und sie somit die Perspektive wechseln können. So werden Eltern sich ihrer Vorbildfunktion bewusst. Aktuell ist der Druck auf Eltern, sich (auch noch) um die Medienerziehung zu kümmern, deutlich gestiegen und sie fühlen sich häufig mit dem Thema allein gelassen. Daher ist das Ziel der medienpädagogischen Elternarbeit, Eltern in ihrer Medienerziehung zu unterstützen und das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu stärken.

        Mit welchen Elterntypen haben wir es aber nun als Fachkräfte in der medienpädagogischen Elternarbeit zu tun? In der Langzeitstudie des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis zur Bedeutung digitaler Medien in Familien mit jungen Kindern wurden die unterschiedlichen Muster und Einflussfaktoren medienerzieherischen Verhaltens untersucht. Es wurden sechs Elterntypen der Medienerziehung herausgearbeitet und daraus abgeleitet, welchen Einfluss dies auf die Medienerziehung nimmt:

        • Elterntyp 1: „die Unterstützenden“ ist die Gruppe der Eltern, die ihre Kinder bei der Mediennutzung begleiten, Medien zum Thema machen, sich am Entwicklungsstand und den Bedürfnissen der Kinder orientieren und digitale Medien kreativ zusammen mit den Kindern einsetzen.
        • „Die Flexiblen“ lassen Medienerziehung laufen, regeln kaum, setzen sich auch nicht mit dem Medienverhalten der Kinder auseinander, lassen sie allein im Umgang mit den Medien und sehen auch keine Probleme darin.
        • Die „anspruchsvollen“ Eltern halten ihre Kinder möglichst lang von digitalen Medien fern, setzen digitale Medien hauptsächlich zur Bildung ein, haben klare Regeln und setzen sich mit der Mediennutzung auseinander, orientieren sich jedoch nicht an den Bedürfnissen der Kinder.
        • Elterntyp 4 sind „die Zwiegespaltenen“. Sie haben häufig wenig Zeit, verbieten schnell, orientieren sich nicht an den Bedürfnissen der Kinder, setzen aber dennoch digitale Medien als „Babysitter“ ein.  
        • Diejenigen Eltern, die in ihrer Medienerziehung in erster Linie auf Regeln und Verbote ohne Begründung zurückgreifen werden als „Die Überzeugten“ bezeichnet.
        • Der Elterntyp 6, „die Verunsicherten“ haben zwar eine negative Haltung gegenüber digitalen Medien, dennoch mischen sich auch kaum in den Medienumgang der Kinder ein, setzen keine klaren Regeln und greifen dann ein, wenn es ihnen notwendig erscheint. (vgl. „Familie digital gestalten“, S. 235 ff.)

        Bei der Fülle des unterschiedlichen medienerzieherischen Verhaltens ist es als Fachkraft wichtig, sich nicht auf Diskussionen einzulassen. Die Meinungen sollten stehengelassen und es sollte auf Möglichkeiten und Potentiale in der kreativen Medienerziehung hingewiesen werden.

        Die Medienkompetenz der Eltern ist eine Voraussetzung für eine gelungene Medienpädagogik. Dabei ist es wichtig, dass Eltern Prozessbegleiter ihrer Kinder werden und über Risiken, denen Kinder und Jugendliche im Internet begegnen können, Bescheid wissen. Ein Beispiel sind Online-Kettenbriefe, die insbesondere über Messenger Dienste versendet werden. Besonders ausgeprägt scheint das Versenden bedrohlicher und angstmachender Kettenbriefe beim Wechsel in die fünften Klassen zu sein – zu dem Zeitpunkt, wenn die meisten Kinder ein erstes Handy bekommen, bzw. in eine Messenger Gruppe eintreten. Die Angst, dass mir eventuell beim Nichtversenden der Kettenbriefe tatsächlich genau das passieren könnte, was dort angedroht wird, scheint in dieser Altersgruppe recht hoch zu sein.

        Ein anderes Beispiel ist das Cybergrooming, eine Online-Anbahnung sexueller Übergriffe. Hier geben sich Erwachsene in sozialen Netzwerken, wie z. B. TikTok oder im Chat von Online-Computerspielen, als Gleichaltrige aus. Eltern sollten über dieses Medienphänomen informiert werden, ruhige Ansprechpartner für ihre Kinder sein und ihren Kindern eine kritische Haltung näherbringen. Diese Verhaltensweisen sind auch im Fall von Cybermobbing erwünscht. Zudem müssen Eltern wissen, dass Cybermobbing in den meisten Fällen von Bekannten ausgeht (z. B. in der Schule), dass sich die Opfer von Cybermobbing zumeist schuldig fühlen, dass sie Beweise sichern müssen und sich auch in schlimmen Fällen an die Polizei wenden sollten. Schulsozialarbeiter*innen sollten Eltern über Cybermobbing informieren, aufklären und ihnen stärkend zur Seite stehen.

        Als Schulsozialarbeiter*in ist es notwendig, die Eltern nicht nur bezüglich der Gefahren und Medienphänomene aufzuklären, sondern ihnen auch technische Schutzmöglichkeiten aufzuzeigen. Eine gute Seite, die Informationen hierzu bündelt, ist www.medien-kindersicher.de. Einstellungen werden in einfachen Schritten vorgestellt, erklärt und eingeordnet. Dabei müssen die Eltern jedoch darüber informiert werden, dass technische Schutzlösungen immer nur eine Ergänzung sein dürfen. Sie müssen zusätzlich mit den Kindern beispielweise über Inhalte, Alterseinstufungen und Berechtigungen einer App ins Gespräch kommen.

        Ein Thema, das Fachkräften in Schulen auch immer wieder begegnen kann, ist die Frage nach dem richtigen Alter der Kinder für das Smartphone. Dabei gilt es zu beachten, dass nicht zwingend das Alter der Kinder entscheidend ist. Vielmehr sollte das Kind bis zu diesem Zeitpunkt ein paar Dinge gelernt haben. Zunächst muss es im Laufe seiner Medienerziehung gelernt haben, Medienregeln, die im Miteinander mit den Eltern aufgestellt wurden, einzuhalten. Hier ist in erster Linie entscheidend, was das Kind mit dem Handy macht. Zudem muss es etwas über die Funktionsweisen des Smartphones gelernt haben, wie es funktioniert und in welcher Geschwindigkeit sich Nachrichten und Posts verbreiten. Die Checkliste „Ist mein Kind fit für ein Smartphone“ von klicksafe ist eine Handreichung, um mit dem Kind zu besprechen, was es schon weiß und was noch gemeinsam besprochen werden muss. Auch die Seite www.mediennutzungsvertrag.de bietet Unterstützung, um die einzelnen Medienthemen anzusprechen, einen Mediennutzungsvertrag zu erstellen und auszudrucken und immer wieder auf die Regeln hinzuweisen. Um die Medienzeit zu regulieren, sind gerade für jüngere Kinder spielerische Ansätze von Vorteil. Es kann z. B. ein Bett fürs Handy gebastelt werden, um den Zeitpunkt des abendlichen Weglegens des Smartphones deutlich zu machen. Für ältere Kinder sind Zeitgutscheine von Vorteil, um selbst ein Gefühl für die zeitliche Nutzung von Medien zu entwickeln. Eltern sollten Medien zum Thema machen und somit Kinder ins Netz und im Netz zu begleiten. Kinder sollten in das Thema Smartphone langsam hineinwachsen und dürfen mit dem digitalen Alleskönner nicht allein gelassen werden.

        Auch das Thema Computerspiele dürfte sowohl bei Lehrer*innen als auch bei Schulsozialarbeiter*innen und Eltern ein großes Thema sein. Zunächst ist es wichtig zu wissen, welche Faszination Computerspiele auf Kinder und Jugendliche ausüben. Computerspiele sind so konzipiert, dass sie viele Dinge ansprechen, die im Kinder- und Jugendalter wichtig sind. Computerspiele werden als Thema im Freundeskreis genutzt, die Kinder tauschen sich über Taktiken aus und erzählen von ihren Erfolgserlebnissen. Kinder und Jugendliche können sich von den Erwachsenen abgrenzen, indem sie bestimmte Begriffe aus der Gamingszene verwenden, die ihren Eltern nicht geläufig sind. Außerdem bieten digitale Spiele die Möglichkeit, in andere Rollen zu schlüpfen und miteinander im Chat zu kommunizieren.

        Eltern erleben oft, dass Kinder gereizt oder wütend reagieren, wenn sie das Computerspiel beenden müssen. Das Gehirn ist in diesem Moment im sogenannten Flow-Zustand, der die Zeit vergessen lässt, ein gutes Gefühl hinterlässt und bei Unterbrechung zu Kontrollverlust führt. Für Eltern ist dieser Zustand oft nur schwer von einem Suchtverhalten zu unterscheiden und sie machen sich diesbezüglich Sorgen. Um von Computerspielsucht (Gaming Disorder) oder einem übermäßigem Medien Konsum zu sprechen, gilt es für die Fachkräfte an Schulen abzuklären, inwieweit das gesamte Familienleben unter der Mediennutzung leidet. Ob beispielsweise die Freizeitaktivitäten vernachlässigt werden, sich das Kind seelisch und körperlich verändert und sich die Gedanken des Kindes nur um die Medieninhalte drehen. Diese Verhaltensweisen müssen über eine längere Zeitspanne beobachtet werden. Manchmal handelt es sich auch nur um einen sensiblen Zeitraum (Pubertät), in dem unter anderem mehr gespielt wird. Fachkräfte und Eltern sollten hier also gemeinsam in Ruhe genau hinschauen. Eine Hilfestellung kann die Checkliste „Besteht bei meinem Kind die Gefahr einer möglichen digitalen Abhängigkeit?“ von klicksafe geben.

        Viele Eltern wünschen sich konkrete Handlungsanweisungen und haben häufig Fragen zum individuellen Medienkonsum ihrer Kinder. Die Medienpädagogische Elternarbeit sollte immer einen Bezug zur familiären Situation herstellen und praktische Beispiele beinhalten. Es geht bei der Medienpädagogischen Elternarbeit nicht darum, den Eltern Patentrezepte für den Medienkonsum mit auf den Weg zu geben, sondern die Eltern in ihrer Aufgabe der Medienerziehung zu stärken und ihre Kompetenzen diesbezüglich zu fördern. Es gibt mehrere Möglichkeiten und Methoden, Eltern zu unterstützen. Ein sehr niederschwelliges Angebot ist zum Beispiel die Methode des Eltern-Kind-Workshops. Eltern und Kinder erproben gemeinsam digitale Medien in kreativer Weise und erleben sich gemeinsam im Spiel, im Austausch über Mediennutzung und der Kommunikation. Die Eltern erfahren das vorhandene Wissen und die Kompetenzen ihrer Kinder oder erhalten Rückmeldung zu beispielsweise beängstigenden, langweiligen oder schönen Medienerlebnissen. Gleichzeitig können die Kinder als Expert*innen fungieren oder im gemeinsamen Tun mit den Eltern auch ihre eigenen Kompetenzen erfahren. Als Einstieg für einen Eltern-Kind-Workshop ist z.B. ein Quiz (z. B. Kahoot!) oder eine kleine QR-Code-Rallye geeignet. Im Anschluss können einzelne Stationen aufgebaut sein, an denen kreative Apps gemeinsam ausprobiert werden. Besonders geeignet ist hier das gemeinsame Erstellen eines Stopp-Trickfilms, eines Comics (z. B. App Comic Life), ein Fotoprojekt, z.B. mit Bildausschnitten von Gegenständen, oder ein Audioprojekt, wie ein Interview oder das Sammeln von Tönen. Zum Abschluss eines solchen Workshops ist immer die Präsentations- und Reflexionsebene von großer Wichtigkeit. Die Medienergebnisse werden abschließend im Plenum gezeigt und man spricht über das Erlebte.

        Medienpädagogische Elternarbeit kann auch in Form eines lockeren Stammtisches stattfinden, bei dem sich die Eltern zu Medienthemen austauschen, bei Medientagen der offenen Tür, bei denen die Kinder ihre Medienprodukte ausstellen oder im Format eines Medienpädagogischen Elternabends. Als Einstieg für einen Medienpädagogischen Elternabend eignet sich, wie bereits erwähnt, die Auseinandersetzung mit der eigenen Medienbiografie anhand von bestimmten Fragen. Diese Fragen können auch mithilfe eines digitalen Glücksrades erstellt werden, um so einen spielerischen Einstieg zu erhalten. Eine andere Einstiegsmöglichkeit sind die sogenannten #äsch-Tecks“ der Landesmedienanstalt NRW, einem Kartenset, dass als „Türöffner“ fungieren kann.

        Um Kinder in ihrem Aufwachsen mit digitalen Medien adäquat zu begleiten, ist Medienpädagogische Elternarbeit eine wichtige Stütze für pädagogischen Fachkräfte und Eltern und sollte idealerweise so früh wie möglich stattfinden. Für Schulsozialarbeiter*innen ist Medienpädagogische Elternarbeit sicher kein leichtes Unterfangen. Insbesondere dann, wenn nicht die Eltern mit Fragen oder Anliegen auf sie zukommen, sondern Verhaltensweisen der Kinder in der Schule auftauchen, die z. B. auf das Schauen bestimmter Filme oder Serien zurückzuführen sein könnten (z. B. Squid Game). Hier ist es nötig, die Eltern auf Alterskennzeichnung und Schutzeinstellungen hinzuweisen und mit den Kindern über ihre Ängste zu sprechen. Als Fachkraft ist es jedoch immer gut, erstmal genau hinzuschauen, ob die Kinder aufgrund des Gruppendrucks neugierig einmal bei YouTube recherchiert haben, etwas im Pausenhof nachgeahmt haben, was sie gesehen haben, oder tatsächlich mit jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert wurden.

        Es lohnt sich auf alle Fälle, Eltern durch Unterstützung, regelmäßigen Informationen oder Aktionen, an denen auch die Kinder Anteil haben, ins Boot zu holen. So entsteht ein Austausch, der für alle Seiten gewinnbringend ist.


        Die Autorin: Annette Wagner ist Dipl. Sozialpädagogin (FH) und als zertifizierte Medienpädagogin als Kita.digital.coachin der Qualifizierungskampagne „Startchance kita.digital“ (JFF), Referentin Stiftung Medienpädagogik Bayern (BLM) und Präventionsstelle für Medienkompetenz (Caritas Garmisch-Partenkirchen) tätig.


        Quellen:

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        Aus der Redaktion der medienpädagogischen Fachzeitschrift merz | medien + erziehung gibt es seit Anfang des Jahres auch einen Podcast. ‚mehr merz. Der Medienpädagogik-Podcast‘ bietet begleitend zu den Themenschwerpunkten der Hefte Interviews mit Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen und Einrichtungen.

        Mit Erscheinen der Hefte sprechen wir in unserem Podcast auch mit den Fachredakteur*innen über die Entstehung ihrer jeweiligen Ausgabe und liefern somit Einblicke in die Arbeit hinter der merz.

        ‚mehr merz‘ gewährt exklusive Einblicke in die Arbeit renommierter Medienpädagog*innen sowie vieler weiterer Akteur*innen an der Schnittstelle zur Medienpädagogik und liefert somit Anregungen für die eigene Arbeit.

        Das Team freut sich über Feedback zu den Folgen und nimmt auch gerne Wünsche für Interviewpartner*innen entgegen: merz@jff.de.

        Ein Kind flüstert einem anderen Kind etwas ins Ohr.

        Aufzeichnung | 13.12.2021 | Online-Seminar „Fake News“ | Dr. Karin Knop

        Die Menge an Fake News nimmt im Internet immer weiter zu. Was aber genau versteht man unter Fake News? Anhand welcher Merkmale erkennt man sie? Wer verbreitet Fake News mit welcher Absicht?

        Mit diesen und weiteren Fragen haben wir uns im Online-Seminar am Montag, den 13. Dezember 2021, von 11:00 bis 12:30 Uhr beschäftigt. Dr. Karin Knop hat neben Antworten aus der Wissenschaft auch anwendungsorientierte Übungen vorgestellt. So haben die Teilnehmer*innen erfahren, wie man Online-Informationen prüfen kann und Tools für Jugendliche kennengelernt, mit denen man am Thema arbeiten kann. Schließlich haben wir uns auch der Frage zugewendet, wie Fake News verarbeitet werden und welche Wirkungen sie bei den Nutzenden haben können.

        Dr. Karin Knop ist freie Medienforscherin und Medienpädagogin und seit 2011 Redaktionsmitglied bei der MERZ (Zeitschrift für Medienpädagogik)

        „Ich bin Diplom Erziehungswissenschaftlerin, Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin und Medienpädagogin. Mehr als zwanzig Jahre habe ich an verschiedenen Universitäten Studierende der Medien- und Kommunikationswissenschaft unterrichtet und zu Medienthemen geforscht. Mein Wissen habe ich auch an Multiplikator*innen wie Lehrkräfte weitergegeben. Riskante Medieninhalte wie Fake News standen schon immer Zentrum meines Interesses. Mich faszinieren dabei immer alle Seiten eines Phänomens. Wer produziert wie mit welcher Intention? Welche Mediennutzenden rezipieren und verarbeiten auf welche Weise? Welche Wirkungen haben diese Inhalte? Insbesondere möchte ich aber auch immer herausfinden, welche Potentiale in der konkreten Medienkompetenzförderung liegen und wie man Mediennutzende darin unterstützen kann, den riskanten Medienphänomenen kompetent zu begegnen.“

        Dr. Karin Knop
        Portrait: Dr. Karin Knop lächelt in die Kamera.

        Link zur Aufzeichnung

        Die Aufzeichnung des Online-Seminars erreichen Sie über folgenden Link:

        https://bbb2.minervis.com/playback/presentation/2.3/766531d878a5df075c0fdc5b4f9372332e67deae-1639386208424

        Ein Kind und eine erwachsene Person sitzen auf einem Sofa und schauen auf ihre Smartphones

        Aufzeichnung | 11.11.2021 | Online-Seminar „Familie digital gestalten“ | Senta Pfaff-Rüdiger & Andreas Oberlinner

        Familie digital gestalten – zur Bedeutung digitaler Medien in Familien mit jungen Kindern

        Ausgewählte Ergebnisse der Langzeitstudie FaMeMo des JFF 

        Kinder kommen bereits von Geburt an mit digitalen Medien in Berührung, es wird geschaut, gewischt, gespielt, gehört. Familien stehen deshalb vor neuen Herausforderungen für eine gelingende Medienerziehung. Was heißt es, wenn plötzlich eine Alexa im Kinderzimmer steht oder Kinder bereits früh ein Smartphone in der Hand haben?

        Die Bedürfnisse, Funktionen und die Bedeutung digitaler Medien in Familien waren Gegenstand der qualitativen Langzeitstudie FaMeMo (Familien Medien Monitoring). Über vier Jahre wurden Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 8 Jahren begleitet. In unserem Online-Seminar am Donnerstag, den 11. November 2021, von 11:00 bis 12:30 Uhr haben Senta Pfaff-Rüdiger und Andreas Oberlinner pädagogischen Fachkräften und Interessierten einen Einblick in die Ergebnisse der Studie gegeben. Im Anschluss wurde gemeinsam praktisch an Unterstützungsbedarfen sowie Tipps zur Medienerziehung für Eltern gearbeitet.

        Mehr zur Studie unter: 
        https://www.jff.de/kompetenzbereiche/fruehkindliche-medienbildung/details/mofam-mobile-medien-in-der-familie/  

        Senta Pfaff-Rüdiger ist Kommunikationswissenschaftlerin und Medienpädagogin und arbeitet seit 2019 fest am JFF – Institut für Medienpädagogik. Ihr Fokus liegt hierbei auf Familie und Medien, Medienerziehung und Medienkompetenz.

        Andreas Oberlinner ist seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am JFF – Institut für Medienpädagogik in der Abteilung Forschung. Seine Schwerpunkte sind Familie und Medien, soziale Benachteiligungung und Medien, Medienaneignung und Social Media.


        Link zur Aufzeichnung

        Die Aufzeichnung des Online-Seminars erreichen Sie über folgenden Link:

        https://bbb.minervis.com/playback/presentation/2.3/5ebfc740576bad6e619da2a3481e7172835e313a-1636619691711

        Weiterführende Materialien

        Hier finden Sie die Präsentation von Senta Pfaff-Rüdiger und Andreas Oberlinner zum Download:

        Drei Jugendliche stehen nebeneinander und kommunizieren gemeinsam per Videocall über ein Smartphone. Sie lachen und winken.

        Aufzeichnung | 15.10.2021 | Online-Seminar „Digitale Jugendarbeit“ | Marcus Fink

        Best Practices aus der digitalen Offenen Kinder- und Jugendarbeit

        In Zeiten von Corona etabliert sich die Digitale Jugendarbeit als bedeutsame Säule im Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Neue und bestehende digitale Formate werden bereits flächendeckend umgesetzt. Gleichzeitig verändert sich das Mediennutzungsverhalten der Kinder und Jugendlichen. Aus diesen Entwicklungen ergeben sich neue Möglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen für pädagogische Fachkräfte.

        In unserem Online-Seminar am Freitag, den 15. Oktober 2021, von 11:00 bis 12:30 Uhr gab Marcus Fink pädagogischen Fachkräften und Interessierten einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten und Best Practices der Digitalen Jugendarbeit und erklärte, warum sich Discord in der Kinder- und Jugendarbeit besonders gut eignet.

        Marcus Fink ist Geschäftsführer des Kreisjugendring München-Land. Er ist gelernter Elektroniker und studierte Sozialpädagogik sowie Sozialmanagement. Seit 2006 ist er immer wieder auch als Referent zum Thema Jugend und Medien tätig. Als Lehrbeauftragter an der KSH München leitete er das Seminar „Social Media in sozialen Einrichtungen.“


        Aufzeichnung des Online-Seminars

        Sie erreichen die Aufzeichnung des Online-Seminars über folgenden Link:

        https://bbb2.minervis.com/playback/presentation/2.3/766531d878a5df075c0fdc5b4f9372332e67deae-1634285054350

        Weiterführende Materialien

        Hier finden Sie die Präsentation von Marcus Fink zum Download:

        Zwei Hände halten ein Smartphone, auf dem gerade die App Tiktok geöffnet wird.

        Aufzeichnung | 12.08.2021 | Online-Seminar „TikTok – Selbstdarstellung, Erfolgsdruck und Interaktionsrisiken“ | Sina Stecher

        Ausgewählte Ergebnisse der Monitoring-Studie aus dem Projekt ACT ON!

        Seit dem Jahr 2018 begeistert die App TikTok vor allem Kinder und Jugendliche und entwickelt sich rasch zu einem der beliebtesten sozialen Netzwerke. Die Vielseitigkeit der App ist dabei besonders unterhaltsam und spannend, birgt jedoch auch Risiken.

        In unserem Online-Seminar am Donnerstag, den 12. August 2021, von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr hat Sina Stecher pädagogischen Fachkräften und Interessierten einen Einblick in die qualitative Monitoring-Studie „Du bist voll unbekannt! Selbstdarstellung, Erfolgsdruck und Interaktionsrisiken aus Sicht von 12- bis 14-Jährigen“ gegeben. Die Studie finden Sie unter: https://act-on.jff.de/die-monitoring-studie/

        Portrait: Sina Stecher lächelt.

        Sina Stecher ist seit Juli 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am JFF – Institut für Medienpädagogik in der Abteilung Forschung. Ihre Schwerpunkte liegen im Themenbereich Blended Learning für pädagogische Fachkräfte und Onlinewelten von Kindern und Jugendlichen.


        Aufzeichnung des Online-Seminars

        Sie erreichen die Aufzeichnung des Online-Seminars über folgenden Link:

        https://bbb2.minervis.com/playback/presentation/2.3/766531d878a5df075c0fdc5b4f9372332e67deae-1628755582181

        Weitere Materialien

        Hier finden Sie die Präsentation von Sina Stecher zum Download:

        Person mit einem Megaphon in der Hand.

        Aufzeichnung | 15.06.2021 | Online-Seminar „Einfache Sprache, Sprachförderung & Medienpraxis“ | Nadine Kloos & Kati Struckmeyer

        Was ist einfache Sprache? Wie kann sie angewendet werden? Und wie können Projekte in der Praxis gestaltet werden? 

        In unserem Online-Seminar am Dienstag, den 15. Juni 2021, um 14.00 Uhr führten Nadine Kloos und Kati Struckmeyer in die Grundlagen der Einfachen Sprache und Sprachförderung ein und gaben Beispiele für die Anwendung in der pädagogischen Praxis für medienpädagogische Projekte. Die Teilnehmer*innen konnten die Anwendung Leichter Sprache und deren Regeln praktisch im Workshop ausprobieren und gemeinsam diskutieren.

        Nadine Kloos ist wissenschaftliche Mitarbeiterin von Flimmo am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

        „Einer meiner Arbeitsschwerpunkte ist es, für die Zielgruppe Eltern Texte rund um Medien, die Medienaneignung von Kindern und Medienerziehung zu schreiben. Dazu gehört auch, komplexe Themen und Theorien herunter zu brechen – und damit, die wissenschaftliche in eine ‚verständliche‘ Sprache zu ‚übersetzen‘. Das gelingt nur, indem ich eine Sprache verwende, die die Fähigkeiten und Fertigkeiten der jeweiligen Zielgruppe in Rechnung stellt. Hier finde ich das Konzept der ‚Leichten Sprache‘ hilfreich – es bietet Inspiration einerseits und handfestes Regelwerk andererseits Informationen, geschrieben wie gesprochen, entsprechend aufzubereiten.“

        Nadine Kloos
        Portrait: Nadine Kloos lächelt in die Kamera.

        Kati Struckmeyer ist derzeit verantwortliche Redakteuerin von der merz medien + erziehung am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

        „Ich war viele Jahre in der praktischen Medienarbeit tätig, habe vor allem mit Kindern gearbeitet, dabei viel mit Kindern mit Migrationshintergrund und Kindern aus geflüchteten Famililen. Da waren das Fördern von Sprache und das Schaffen von Sprechanlässen immer im Vordergrund. Ein Modellprojekt habe ich außerdem geleitet, in dem es um die Potenziale aktiver Medienarbeit zur Sprachförderung ging und dazu auch ein Buch publiziert.“

        Kati Struckmeyer
        Portrait: Kati Struckmeyer lächelt in die Kamera.

        Aufzeichnung des Online-Seminars


        Weiterführende Materialien

        Hier finden Sie die Präsentationen von Nadine Kloos und Kati Struckmeyer zum Download:

        Richterhammer liegt auf Resonanzblock.

        Aufzeichnung | 30.06.2021 | Online-Seminar „Rechtliche Grundlagen für die medienpädagogische Praxis“ | Britta Schülke

        Gesetze und Rechte in ihrer Rolle als maßgebendes Handbuch für die Praxis. 

        Im pädagogischen Alltag und bei medienpädagogischen Praxisprojekten sind Themen wie Datenschutz, Urheberrecht, und Persönlichkeitsrechte ein entscheidentes Fundament der Arbeit. Aber wie werden sie in der pädagogischen Praxis umgesetzt? Wie ist das mit dem Jugenschutz im Internet? An welchen Regelungen sollte ich mich als Fachkraft orientieren?

        Richterhammer liegt auf Resonanzblock.

        Im kostenfreien Online-Seminar am Mittwoch, den 30. Juni 2021, um 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr führte Britta Schülke in die rechtlichen Grundlagen der medienpädagogischen Praxis ein und gab Tipps welche rechtlichen Grundlagen bei der Planung von medienpädagogischen Projekten mit Kindern und Jugendlichen beachtet werden müssen.

        • Datenschutz: Was muss ich hier berücksichtigen, z. B. bei der Arbeit in Social Media, mit Videokonferenzsystemen, digitalen Apps und Tools?
        • Recht am eigenen Bild & Co.: Welche Persönlichkeitsrechte haben Kinder und Jugendliche? Wie gehe ich in Medienprojekten verantwortungsvoll damit um?
        • Einverständniserklärungen: Welche wichtigen Aspekte müssen für die Teilnahme an medienpädagogischen Projekten festgehalten und unterschrieben werden?
        • Urheberrecht: Was muss ich bei der Verwendung von Musik, Bildern und Geräuschen wissen?
        • Freie Bildungsmaterialien: Was bedeutet Open Educational Resources (OER)? Was muss ich bei der Veröffentlichung und bei der Nutzung beachten?

        Britta Schülke ist Volljuristin bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Nordrhein-Westfalen e.V. 


        Link zur Aufzeichnung

        Über folgenden Link gelangen Sie zur Aufzeichnung des Online-Seminars:

        https://bbb2.minervis.com/playback/presentation/2.3/766531d878a5df075c0fdc5b4f9372332e67deae-1625039974280

        Weiterführende Materialien

        Hier finden Sie das Handout von Britta Schülke zum Download:

        Eine Hand zeigt auf einen Laptopbildschirm.

        Aufzeichnung | 11.05.2021 | Online-Seminar „Digitale Teilhabe“ | Julia Behr

        Was ist digitale Teilhabe? Welche Grundlagen gibt es?

        In unserem kostenfreien Online-Seminar am Dienstag, den 11. Mai 2021, um 11.00 Uhr hat Julia Behr in die Grundlagen der digitalen Teilhabe eingeführt und Beispiele für medienpädagogische Praxisprojekte sowie Tipps für die Reflexion der eigenen Institution und Haltung gegeben.

        Portrait: Julia Behr lächelt in die Kamera.

        Julia Behr ist medienpädaogische Referentin in der Abteilung Praxis am JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis im Büro Berlin.


        Link zur Aufzeichnung

        Die Aufzeichnung des Online-Seminars erreichen Sie über folgenden Link:

        https://bbb2.minervis.com/playback/presentation/2.3/766531d878a5df075c0fdc5b4f9372332e67deae-1620721641127

        Weiterführende Materialien

        Die Präsentation von Julia Behr und die Ergebnisse der Gruppendiskussionen aus den geteilten Notizen können Sie hier herunterladen:

        Fünf junge Menschen sitzen gemeinsam an einem Tisch und arbeiten zusammen an Tablets und Laptops.

        Aufzeichnung | 21.04.2021 | Online-Seminar „Digitale Jugendbeteiligung“ | Julian Kulasza

        Was bedeutet Partizipation? Wie können Partizipationsprojekte mit Jugendlichen gelingen? Und welche Methoden gibt es für die Praxis?

        Fünf Jugendliche sitzen gemeinsam an einem Tisch und arbeiten zusammen an Tablets und Laptops.

        Im Lebensalltag von Jugendlichen spielen digitale Medien und das Internet eine wesentliche Rolle. Um ihnen eine niedrigschwellige Partizipation zu ermöglichen und sie für gesellschaftliche und politische Beteiligung zu motivieren, müssen demnach digitale Wege genutzt werden. Doch wie gelingt das?

        Am Mittwoch, den 21. April 2021, um 11:00 Uhr führte Julian Kulasza in unserem kostenfreien Online-Seminar pädagogische Fachkräfte und Interessierte an das Thema Partizipation heran und erläuterte Chancen und Herausforderungen digitaler Jugendbeteiligung. Neben dem theoretischen Input gab er den Teilnehmenden praktische Beispiele, Methoden und Tipps aus seinem Arbeitsalltag an die Hand.

        Julian Kulasza ist Medienwissenschaftler und seit über zehn Jahren als Medienpädagoge tätig. Er konzipiert und begleitet interdisziplinäre medienpädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche und bildet Multiplikator*innen weiter. Seit 2012 leitet Julian Kulasza das „mezen – Medienkompetenzzentrum Pankow“ und ist seit 2015 zudem Vorstandsvorsitzender bei „mediale pfade“, einem Verein für Medienbildung.


        Link zur Aufzeichnung

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        https://bbb.minervis.com/playback/presentation/2.0/playback.html?meetingId=5ebfc740576bad6e619da2a3481e7172835e313a-1618993777570

        Weiterführende Materialien

        Hier finden Sie die Präsentation von Julian Kulasza zum Download:

        Zwei Kinderhände tippen auf ein Tablet, auf dem eine Spiele-App geöffnet ist.

        Aufzeichnung | 15.04.2021 | Online-Seminar „Medienhandeln von Kindern“ | Frank Findeiß & David Morin

        Wie nutzen Kinder Medien? Was sind Herausforderungen und Chancen? Welche Medientrends sind gerade angesagt?

        Wenn es um die aktuellen Medientrends und die Mediennutzung von Kindern geht, ergeben sich viele Fragestellungen.

        In unserem kostenfreien Online-Seminar am Donnerstag, den 15. April 2021, um 11.00 Uhr führten Frank Findeiß und David Morin in das Medienhandeln von Kindern ein und gaben Beispiele für Medienpädagogische Angebote, Materialien und Methoden für die Mediennutzung und den Medieneinsatz in der Praxis.

        Portrait: Frank Findeiß lächelt in die Kamera.

        Frank Findeiß ist Medienpädagoge am JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und Medienkompetenzcoach in der Kampagne „Startchance. Kita digital“. Er leitete zwölf Jahre lang die Medienwerkstatt im Jugendkulturzentrum Aschaffenburg und begleitet seit vielen Jahren Medienprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Schulklassen, seit zwei Jahren auch Horte innerhalb des Modellversuchs „Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken.

        Portrait: David Morin grinst in die Kamera.

        David Morin ist seit 2021 medienpädagogischer Mitarbeiter und Referent am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Er begleitet als Mediencoach den Modellversuch „Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken“. Zu seinen Schwerpunkten gehören unteranderem die kreative Arbeit mit digitalen Medien, frühkindliche Medienbildung, Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften sowie Fortbildungen für Multiplikator*innen.


        Link zur Aufzeichnung

        Sie erreichen die Aufzeichnung des Online-Seminars über folgenden Link:

        https://bbb.minervis.com/playback/presentation/2.0/playback.html?meetingId=5ebfc740576bad6e619da2a3481e7172835e313a-1618474904413

        Weiterführende Materialien

        Hier finden Sie die Präsentationen und eine Materialsammlung aus dem Online-Seminar von David Morin und Frank Findeiß zum Download:

        Eine Hand hält ein Smartphone, mit dem gerade ein Bild einer Gruppe junger Menschen gemacht wird.

        Aufzeichnung | 14.04.2021 | Online-Seminar „Medienhandeln von Jugendlichen“ | Tina Drechsel

        Wie nutzen Jugendliche Medien? Was sind Herausforderungen und Chancen? Welche Medientrends sind gerade angesagt?

        Wenn es um die aktuellen Medientrends und die Mediennutzung Jugendlicher geht, ergeben sich viele Fragestellungen.

        Portrait: Tina Drechsel lächelt in die Kamera.

        In unserem kostenfreien Online-Seminar am Mittwoch, den 14. April 2021, um 11:00 Uhr führte Tina Drechsel in das Medienhandeln Jugendlicher ein, zeigte Risikobereiche sowie Handlungsoptionenen auf und gab Beispiele für medienpädagogische Angebote, Materialien und Methoden zur Mediennutzung von Jugendlichen.

        Tina Drechsel ist medienpädagogische Referentin in der Abteilung Praxis am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.


        Link zur Aufzeichnung

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        https://bbb.minervis.com/playback/presentation/2.0/playback.html?meetingId=5ebfc740576bad6e619da2a3481e7172835e313a-1618388808875

        Weiterführende Materialien

        Hier finden Sie die Präsentation von Tina Drechsel zum Download:

        Zeichnung: Über einer Gruppe von Menschen schweben sieben bunte Sprechblasen.

        Aufzeichnung | 30.03.2021 | Online-Seminar „Geschlechtergerechte und gendersensible (Medien-)Arbeit“ | Mina Mittertrainer

        Was ist geschlechtergerechte Arbeit? Warum ist diese Arbeit wichtig? Wie kann die medienpädagogische Praxisarbeit gendersensibel ausgerichtet werden?


        Portrait: Mina Mittertrainer lächelt in die Kamera.

        Wenn es um die geschlechtergerechte und gendersensible Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen geht, ergeben sich viele Fragestellungen.

        In unserem Online-Seminar am Dienstag, den 30. März 2021, um 14:00 Uhr führte Mina Mittertrainer in gesellschaftsrelevante Grundlagen der Genderpädagogik ein und gab pädagogischen Fachkräften und Interessierten Methoden zur gendersensiblen medienpädagogischen Praxisarbeit an die Hand.

        Mina Mittertrainer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Landshut. Sie arbeitet im Projekt FRIDA (Frauen in der Kommunalpolitik) im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbundes „ForDemocracy“. Sie unterstützte die Medien_Weiter_Bildung #gender in den beiden Kursjahrgängen 2019 und 2020.


        Link zur Aufzeichnung

        Sie erreichen die Aufzeichnung des Online-Seminars über folgenden Link:

        https://bbb.minervis.com/playback/presentation/2.0/playback.html?meetingId=ec94ef49ae3f81b2088c2e6d146ee22d6ff52376-1617103910389

        Weiterführende Materialien

        Hier finden Sie die Präsentationen von Mina Mittertrainer zum Download:

        Tastatur mit einer roten Taste auf der Help steht.

        E-Coachings zur Gestaltung von Online-Formaten

        Zwei leuchtende Fragzeichen in den Farben blau und gelb zwischen mehreren dunklen Fragezeichen.

        In unseren E-Coachings wollen wir die Basiskenntnisse zu verschiedenen Themen rund um die Gestaltung von Online-Formaten vermitteln und den Teilnehmenden einen Raum zum gemeinsamen Ausprobieren ermöglichen.

        Termine für die E-Coachings werden im zweimonatigen Rhythmus angeboten und bestehen aus jeweils zwei dreistündigen Modulen, die aufeinander aufbauen, interaktiv gestaltet sind und bei denen das praktische Ausprobieren im Vordergrund steht.

        Die Termine und Themen werden hier auf dem Blog der Medien_Weiter_Bildung kommuniziert. Bitte beachten Sie, dass sich dieses Angebot bevorzugt an Fachkräfte aus Bayern richtet. Die Teilnahme ist kostenfrei.

        TermineThemen
        (Status)
        1.Technikcheck: 11.02.2021, 16:00-16:30 Uhr
        Modul 1: 18.02.2021, 10:00-13:00 Uhr
        Modul 2: 25.02.2021, 10:00-13:00 Uhr
        Plötzlich Online-Format?!
        (vergangen)
        2. Technikcheck: 12.04.2021, 16:00-16:30 Uhr
        Modul 1: 19.04.2021, 10:00-13:00 Uhr
        Modul 2: 26.04.2021, 10:00-13:00 Uhr
        Plötzlich Online-Format?!
        (vergangen)
        3. Technikcheck: 14.06.2021, 14:00-14:30 Uhr
        Modul 1: 21.06.2021, 14:00-17:00 Uhr
        Modul 2: 30.06.2021, 14:00-17:00 Uhr
        Plötzlich Online-Format?!
        (vergangen)
        4. Technikcheck: 19.07.2021, 14:00-14:30 Uhr
        Modul 1: 26.07.2021, 14:00-17:00 Uhr
        Modul 2: 02.08.2021, 14:00-17:00 Uhr
        Plötzlich Online-Format?!
        (vergangen)
        5. Technikcheck: 27.09.2021, 10:00-10:30 Uhr
        Modul 1: 04.10.2021, 10:00-13:00 Uhr
        Modul 2: 11.10.2021, 10:00-13:00 Uhr
        Plötzlich Online-Format?!
        (vergangen)
        6. Technikcheck: 17.11.2021, 14:00-14:30 Uhr
        Modul 1: 24.11.2021, 14:00-17:00 Uhr
        Modul 2: 08.12.2021, 14:00-17:00 Uhr
        Plötzlich Online-Format?!
        (vergangen)
        Termine der E-Coachings 2021, Stand 08.12.2021, Änderungen vorbehalten

        Plötzlich Online-Format?! – Online-Formate gestalten

        In diesem E-Coaching setzen sich die Teilnehmer*innen im ersten Teil mit Basiskenntnissen zur Gestaltung von Online-Formaten auseinander. Im zweiten Teil entwickeln und erproben sie eigene Methoden für ihre jeweiligen Zielgruppen (Kinder, Jugendliche oder Erwachsene).

        Modul 1 – Basiskenntnisse

        • Miteinander in Online-Formaten und -Seminaren
        • Didaktische Überlegungen
        • Moderation
        • Überblick über Videokonferenztools/Einsatz von digitalen Tools
        • Hinweise zum Datenschutz

        Modul 2 – Erprobung einer Online-Methode

        • Vorbereitung einer 10- bis 15-minütigen Online-Methode durch die TN (verschiedene digitale Tools und Methoden, z.B. Energizer, Vorstellungsrunde, Pinnwand, Gruppendiskussion, Umfrage, Whiteboard, Gruppenarbeit) zwischen Modul 1 und Modul 2
        • Selbstständige Anleitung und Moderation der Methode
        • Feedback von TN und Kursleitung
        • Gemeinsame Weiterentwicklung der Online-Methoden

        Technische Voraussetzungen

        Für die Weiterbildung wird das DSGVO-konforme Videokonferenztool „Big Blue Button“ genutzt. Hierfür wird etwa eine Woche im Voraus ein Technikcheck angeboten, um Endgeräte, Headsets und Webcams vorab einzurichten und auszuprobieren.

        Bitte beachten Sie, dass sich dieses Angebot bevorzugt an Fachkräfte aus Bayern richtet. Die Teilnahme ist kostenfrei.

        (Hinweis: E-Coachings können nur stattfinden, wenn mindestens fünf Anmeldungen aus Bayern vorliegen. Maximal sind sie auf acht Teilnehmende ausgerichtet.)

        Drei Menschen zeigen mit ihren Fingern auf einen Laptop.

        Online-Formate gestalten

        Ob Workshops, Tagungen oder Netzwerktreffen – spätestens seit Beginn der Corona-Krise finden viele Angebote der Kinder- und Jugendhilfe online statt. Dabei gibt es, angefangen von der Zielgruppe über der Auwahl von digitalen Tools bis hin zur Didaktik und Moderation, einiges zu beachten. Wir haben Leitfragen und Tipps entwickelt, die bei der Konzeption von Online-Formaten aller Art unterstützen.

        Viel Freude beim Entwickeln und Ausprobieren!

        Tabelle zur Konzeption von Online-Formaten mit Leitfragen und Tipps.