Neueste Artikel

Aufzeichnung | 15.06.2021 | Online-Seminar „Einfache Sprache, Sprachförderung & Medienpraxis“ | Nadine Kloos & Kati Struckmeyer

Was ist einfache Sprache? Wie kann sie angewendet werden? Und wie können Projekte in der Praxis gestaltet werden? 

In unserem Online-Seminar am Dienstag, den 15. Juni 2021, um 14.00 Uhr führten Nadine Kloos und Kati Struckmeyer in die Grundlagen der Einfachen Sprache und Sprachförderung ein und gaben Beispiele für die Anwendung in der pädagogischen Praxis für medienpädagogische Projekte. Die Teilnehmer*innen konnten die Anwendung Leichter Sprache und deren Regeln praktisch im Workshop ausprobieren und gemeinsam diskutieren.

Nadine Kloos ist wissenschaftliche Mitarbeiterin von Flimmo am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

„Einer meiner Arbeitsschwerpunkte ist es, für die Zielgruppe Eltern Texte rund um Medien, die Medienaneignung von Kindern und Medienerziehung zu schreiben. Dazu gehört auch, komplexe Themen und Theorien herunter zu brechen – und damit, die wissenschaftliche in eine ‚verständliche‘ Sprache zu ‚übersetzen‘. Das gelingt nur, indem ich eine Sprache verwende, die die Fähigkeiten und Fertigkeiten der jeweiligen Zielgruppe in Rechnung stellt. Hier finde ich das Konzept der ‚Leichten Sprache‘ hilfreich – es bietet Inspiration einerseits und handfestes Regelwerk andererseits Informationen, geschrieben wie gesprochen, entsprechend aufzubereiten.“

Nadine Kloos

Kati Struckmeyer ist derzeit verantwortliche Redakteuerin von der merz medien + erziehung am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

„Ich war viele Jahre in der praktischen Medienarbeit tätig, habe vor allem mit Kindern gearbeitet, dabei viel mit Kindern mit Migrationshintergrund und Kindern aus geflüchteten Famililen. Da waren das Fördern von Sprache und das Schaffen von Sprechanlässen immer im Vordergrund. Ein Modellprojekt habe ich außerdem geleitet, in dem es um die Potenziale aktiver Medienarbeit zur Sprachförderung ging und dazu auch ein Buch publiziert.“

Kati Struckmeyer

Link zur Aufzeichnung

Über folgenden Link gelangen Sie zur Aufzeichnung des Online-Seminars:

https://bbb2.minervis.com/playback/presentation/2.3/766531d878a5df075c0fdc5b4f9372332e67deae-1623756015768

Weiterführende Materialien

Hier finden Sie die Präsentationen von Nadine Kloos und Kati Struckmeyer zum Download:

Online-Seminar | 30.06.2021 | 10:30 Uhr – 12:00 Uhr | „Rechtliche Grundlagen für die medienpädagogische Praxis“ | Britta Schülke

Gesetze und Rechte in ihrer Rolle als maßgebendes Handbuch für die Praxis. 

Im pädagogischen Alltag und bei medienpädagogischen Praxisprojekten sind Themen wie Datenschutz, Urheberrecht, und Persönlichkeitsrechte ein entscheidentes Fundament der Arbeit. Aber wie werden sie in der pädagogischen Praxis umgesetzt? Wie ist das mit dem Jugenschutz im Internet? An welchen Regelungen sollte ich mich als Fachkraft orientieren?

Im kostenfreien Online-Seminar am Mittwoch, den 30. Juni 2021, um 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr führt Britta Schülke in die rechtlichen Grundlagen der medienpädagogischen Praxis ein und gibt Tipps welche rechtlichen Grundlagen bei der Planung von medienpädagogischen Projekten mit Kindern und Jugendlichen beachtet werden müssen.

Britta Schülke ist Volljuristin bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Nordrhein-Westfalen e.V. 

Bitte melden Sie sich mithilfe des Anmeldeformulars kostenfrei an. Das Seminar findet in der Online-Seminar-Umgebung Big Blue Button statt. Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Link von uns.


Anmeldeformular


    Aufzeichnung | 21.04.2021 | Online-Seminar „Digitale Jugendbeteiligung“ | Julian Kulasza

    Was bedeutet Partizipation? Wie können Partizipationsprojekte mit Jugendlichen gelingen? Und welche Methoden gibt es für die Praxis?

    Im Lebensalltag von Jugendlichen spielen digitale Medien und das Internet eine wesentliche Rolle. Um ihnen eine niedrigschwellige Partizipation zu ermöglichen und sie für gesellschaftliche und politische Beteiligung zu motivieren, müssen demnach digitale Wege genutzt werden. Doch wie gelingt das?

    Am Mittwoch, den 21. April 2021, um 11:00 Uhr führte Julian Kulasza in unserem kostenfreien Online-Seminar pädagogische Fachkräfte und Interessierte an das Thema Partizipation heran und erläuterte Chancen und Herausforderungen digitaler Jugendbeteiligung. Neben dem theoretischen Input gab er den Teilnehmenden praktische Beispiele, Methoden und Tipps aus seinem Arbeitsalltag an die Hand.

    Julian Kulasza ist Medienwissenschaftler und seit über zehn Jahren als Medienpädagoge tätig. Er konzipiert und begleitet interdisziplinäre medienpädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche und bildet Multiplikator*innen weiter. Seit 2012 leitet Julian Kulasza das „mezen – Medienkompetenzzentrum Pankow“ und ist seit 2015 zudem Vorstandsvorsitzender bei „mediale pfade“, einem Verein für Medienbildung.


    Link zur Aufzeichnung

    Über folgenden Link gelangen Sie zur Aufzeichnung des Online-Seminars:

    https://bbb.minervis.com/playback/presentation/2.0/playback.html?meetingId=5ebfc740576bad6e619da2a3481e7172835e313a-1618993777570

    Weiterführende Materialien

    Hier finden Sie die Präsentation von Julian Kulasza zum Download:

    Aufzeichnung | 15.04.2021 | Online-Seminar „Medienhandeln von Kindern“ | Frank Findeiß & David Morin

    Wie nutzen Kinder Medien? Was sind Herausforderungen und Chancen? Welche Medientrends sind gerade angesagt?

    Wenn es um die aktuellen Medientrends und die Mediennutzung von Kindern geht, ergeben sich viele Fragestellungen.

    In unserem kostenfreien Online-Seminar am Donnerstag, den 15. April 2021, um 11.00 Uhr führten Frank Findeiß und David Morin in das Medienhandeln von Kindern ein und gaben Beispiele für Medienpädagogische Angebote, Materialien und Methoden für die Mediennutzung und den Medieneinsatz in der Praxis.

    Frank Findeiß ist Medienpädagoge am JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und Medienkompetenzcoach in der Kampagne „Startchance. Kita digital“. Er leitete zwölf Jahre lang die Medienwerkstatt im Jugendkulturzentrum Aschaffenburg und begleitet seit vielen Jahren Medienprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Schulklassen, seit zwei Jahren auch Horte innerhalb des Modellversuchs „Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken.

    David Morin ist seit 2021 medienpädagogischer Mitarbeiter und Referent am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Er begleitet als Mediencoach den Modellversuch „Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken“. Zu seinen Schwerpunkten gehören unteranderem die kreative Arbeit mit digitalen Medien, frühkindliche Medienbildung, Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften sowie Fortbildungen für Multiplikator*innen.


    Link zur Aufzeichnung

    Sie erreichen die Aufzeichnung des Online-Seminars über folgenden Link:

    https://bbb.minervis.com/playback/presentation/2.0/playback.html?meetingId=5ebfc740576bad6e619da2a3481e7172835e313a-1618474904413

    Weiterführende Materialien

    Hier finden Sie die Präsentationen und eine Materialsammlung aus dem Online-Seminar von David Morin und Frank Findeiß zum Download:

    Aufzeichnung | 14.04.2021 | Online-Seminar „Medienhandeln von Jugendlichen“ | Tina Drechsel

    Wie nutzen Jugendliche Medien? Was sind Herausforderungen und Chancen? Welche Medientrends sind gerade angesagt?

    Wenn es um die aktuellen Medientrends und die Mediennutzung Jugendlicher geht, ergeben sich viele Fragestellungen.

    In unserem kostenfreien Online-Seminar am Mittwoch, den 14. April 2021, um 11:00 Uhr führte Tina Drechsel in das Medienhandeln Jugendlicher ein, zeigte Risikobereiche sowie Handlungsoptionenen auf und gab Beispiele für medienpädagogische Angebote, Materialien und Methoden zur Mediennutzung von Jugendlichen.

    Tina Drechsel ist medienpädagogische Referentin in der Abteilung Praxis am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.


    Link zur Aufzeichnung

    Sie erreichen die Aufzeichnung des Online-Seminars über folgenden Link:

    https://bbb.minervis.com/playback/presentation/2.0/playback.html?meetingId=5ebfc740576bad6e619da2a3481e7172835e313a-1618388808875

    Weiterführende Materialien

    Hier finden Sie die Präsentation von Tina Drechsel zum Download:

    Aufzeichnung | 30.03.2021 | Online-Seminar „Geschlechtergerechte und gendersensible (Medien-)Arbeit“ | Mina Mittertrainer

    Was ist geschlechtergerechte Arbeit? Warum ist diese Arbeit wichtig? Wie kann die medienpädagogische Praxisarbeit gendersensibel ausgerichtet werden?


    Wenn es um die geschlechtergerechte und gendersensible Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen geht, ergeben sich viele Fragestellungen.

    In unserem Online-Seminar am Dienstag, den 30. März 2021, um 14:00 Uhr führte Mina Mittertrainer in gesellschaftsrelevante Grundlagen der Genderpädagogik ein und gab pädagogischen Fachkräften und Interessierten Methoden zur gendersensiblen medienpädagogischen Praxisarbeit an die Hand.

    Mina Mittertrainer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Landshut. Sie arbeitet im Projekt FRIDA (Frauen in der Kommunalpolitik) im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbundes „ForDemocracy“. Sie unterstützte die Medien_Weiter_Bildung #gender in den beiden Kursjahrgängen 2019 und 2020.


    Link zur Aufzeichnung

    Sie erreichen die Aufzeichnung des Online-Seminars über folgenden Link:

    https://bbb.minervis.com/playback/presentation/2.0/playback.html?meetingId=ec94ef49ae3f81b2088c2e6d146ee22d6ff52376-1617103910389

    Weiterführende Materialien

    Hier finden Sie die Präsentationen von Mina Mittertrainer zum Download:

    Jetzt anmelden: E-Coachings zur Gestaltung von Online-Formaten

    In unseren E-Coachings wollen wir die Basiskenntnisse zu verschiedenen Themen rund um die Gestaltung von Online-Formaten vermitteln und den Teilnehmenden einen Raum zum gemeinsamen Ausprobieren ermöglichen.

    Termine für die E-Coachings werden im zweimonatigen Rhythmus angeboten und bestehen aus jeweils zwei dreistündigen Modulen, die aufeinander aufbauen, interaktiv gestaltet sind und bei denen das praktische Ausprobieren im Vordergrund steht.

    Die Termine und Themen werden hier auf dem Blog der Medien_Weiter_Bildung kommuniziert. Bitte beachten Sie, dass sich dieses Angebot bevorzugt an Fachkräfte aus Bayern richtet. Die Teilnahme ist kostenfrei.

    TermineThemen
    (Status)
    1.Technikcheck: 11.02.2021, 16:00-16:30 Uhr
    Modul 1: 18.02.2021, 10:00-13:00 Uhr
    Modul 2: 25.02.2021, 10:00-13:00 Uhr
    Plötzlich Online-Format?!
    (bereits ausgebucht)
    2. Technikcheck: 12.04.2021, 16:00-16:30 Uhr
    Modul 1: 19.04.2021, 10:00-13:00 Uhr
    Modul 2: 26.04.2021, 10:00-13:00 Uhr
    Plötzlich Online-Format?!
    (bereits ausgebucht)
    3. Technikcheck: 14.06.2021, 14:00-14:30 Uhr
    Modul 1: 21.06.2021, 14:00-17:00 Uhr
    Modul 2: 30.06.2021, 14:00-17:00 Uhr
    Plötzlich Online-Format?!
    (abgesagt)
    4. Technikcheck: 27.09.2021, 10:00-10:30 Uhr
    Modul 1: 04.10.2021, 10:00-13:00 Uhr
    Modul 2: 11.10.2021, 10:00-13:00 Uhr
    Plötzlich Online-Format?!
    (Anmeldeformular unten)
    5. (tbd)(tbd)
    6. (tbd)(tbd)
    Termine der E-Coachings 2021, Stand 21.06.2021, Änderungen vorbehalten

    Plötzlich Online-Format?! – Online-Formate gestalten

    In diesem E-Coaching setzen sich die Teilnehmer*innen im ersten Teil mit Basiskenntnissen zur Gestaltung von Online-Formaten auseinander. Im zweiten Teil entwickeln und erproben sie eigene Methoden für ihre jeweiligen Zielgruppen (Kinder, Jugendliche oder Erwachsene).

    Modul 1 – Basiskenntnisse

    • Miteinander in Online-Formaten und -Seminaren
    • Didaktische Überlegungen
    • Moderation
    • Überblick über Videokonferenztools/Einsatz von digitalen Tools
    • Hinweise zum Datenschutz

    Modul 2 – Erprobung einer Online-Methode

    • Vorbereitung einer 10- bis 15-minütigen Online-Methode durch die TN (verschiedene digitale Tools und Methoden, z.B. Energizer, Vorstellungsrunde, Pinnwand, Gruppendiskussion, Umfrage, Whiteboard, Gruppenarbeit) zwischen Modul 1 und Modul 2
    • Selbstständige Anleitung und Moderation der Methode
    • Feedback von TN und Kursleitung
    • Gemeinsame Weiterentwicklung der Online-Methoden

    Technische Voraussetzungen

    Für die Weiterbildung wird das DSGVO-konforme Videokonferenztool „Big Blue Button“ genutzt. Hierfür wird etwa eine Woche im Voraus ein Technikcheck angeboten, um Endgeräte, Headsets und Webcams vorab einzurichten und auszuprobieren.

    Anmeldeformular für das E-Coaching im Oktober

    Bitte beachten Sie, dass sich dieses Angebot bevorzugt an Fachkräfte aus Bayern richtet. Die Teilnahme ist kostenfrei.


      (Hinweis: E-Coachings können nur stattfinden, wenn mindestens fünf Anmeldungen aus Bayern vorliegen. Maximal sind sie auf acht Teilnehmende ausgerichtet.)

      Online-Formate gestalten

      Ob Workshops, Tagungen oder Netzwerktreffen – spätestens seit Beginn der Corona-Krise finden viele Angebote der Kinder- und Jugendhilfe online statt. Dabei gibt es, angefangen von der Zielgruppe über der Auwahl von digitalen Tools bis hin zur Didaktik und Moderation, einiges zu beachten. Wir haben Leitfragen und Tipps entwickelt, die bei der Konzeption von Online-Formaten aller Art unterstützen.

      Viel Freude beim Entwickeln und Ausprobieren!

      Aufzeichnung | 11.05.2021 | Online-Seminar „Digitale Teilhabe“ | Julia Behr

      Was ist digitale Teilhabe? Welche Grundlagen gibt es?

      In unserem kostenfreien Online-Seminar am Dienstag, den 11. Mai 2021, um 11.00 Uhr hat Julia Behr in die Grundlagen der digitalen Teilhabe eingeführt und Beispiele für medienpädagogische Praxisprojekte sowie Tipps für die Reflexion der eigenen Institution und Haltung gegeben.

      Julia Behr ist medienpädaogische Referentin in der Abteilung Praxis am JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis im Büro Berlin.


      Link zur Aufzeichnung

      Die Aufzeichnung des Online-Seminars erreichen Sie über folgenden Link:

      https://bbb2.minervis.com/playback/presentation/2.3/766531d878a5df075c0fdc5b4f9372332e67deae-1620721641127

      Weiterführende Materialien

      Die Präsentation von Julia Behr und die Ergebnisse der Gruppendiskussionen aus den geteilten Notizen können Sie hier herunterladen:

      Online-Seminar | 20.05.2021 | 9:00 Uhr | „Einführung in die Onlineberatung“ | Sylvia Engels

      Welche Formen der Onlineberatung gibt es? Wie kann Onlineberatung bedarfsgerecht gestaltet werden?

      Im Online-Seminar am Donnerstag, den 20. Mai 2021, von 9:00 Uhr bis 10:30 Uhr führte Sylvia Engels in die Grundlagen der Onlineberatung ein. Das Online-Seminar richtete sich an Jugendsozialarbeiter*innen an Schulen und Interessierte.

      „Wir leben in einer Welt, die immer stärker durch digitale Medien und Kommunikation gezeichnet ist. Die digitale Transformation macht auch vor der Beratung im Bereich der Jugend- und Schulsozialarbeit nicht Halt. Während der Corona-Pandemie hat die Onlineberatung geradezu einen Boom erlebt. Aber welche Formen der Onlineberatung gibt es und wie kann Onlineberatung aussehen? Wie muss ein Angebot gestaltet sein, damit es auch den Bedürfnissen der Ratsuchenden entspricht? Der Vortrag gibt einen Überblick über das Thema Onlineberatung, führt in die Formen und Einsatzmöglichkeiten ein und bietet einige konkrete Handlungsansätze für die Zukunft.“

      Sylvia Engels ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Weiterbildung am Institut für E-Beratung der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Sie ist qualifizierte Onlineberaterin, Fortbildungs- und Projektreferentin im Bereich Medienbildung.


      Gelungener Auftakt der Medien_Weiter_Bildung #jugendsozialarbeit #schule & #teilhabe 2021

      Startschuss für die diesjährigen Blended-Learning-Kurse der Medien_Weiter_Bildung

      Am 18. März und am 26. März 2021 trafen sich die Teilnehmenden der Blended-Learning-Kurse Medien_Weiter_Bildung #jugendsozialarbeit #schule und Medien_Weiter_Bildung #teilhabe zum ersten Mal für den gemeinsamen Kursauftakt. Aufgrund der Pandemiesituation mussten die ersten Treffen online stattfinden. So lernten sich die 19 bzw. 15 Teilnehmer*innen mit verschiedenen Methoden und Tools im digitalen Kursraum auf Big Blue Button kennen, wo trotz der räumlichen Distanz eine angenehme Atmosphäre entstehen konnte. In den kommenden Monaten werden sich die pädagogischen Fachkräfte mit den Themen und Methoden der Medienpädagogik auseinandersetzen. Ziel ist es, mit diesen Grundlagen ein medienpädagogisches Praxisprojekt im eigenen Arbeitskontext zu entwickeln.

      Wir freuen uns sehr, dass wieder beide Kurse voll ausgebucht sind. Vor allem der große Ansturm auf die Medien_Weiter_Bildung #jugendsozialarbeit #schule zeigt deutlich, wie relevant und gefragt medienpädagogische Ansätze auch in der Jugendsozialarbeit an Schulen sind.

      Beide Kurse wurden bei ihrem ersten Treffen in die Grundlagen zu Medienpädagogik, Medienkompetenz und Blended Learning eingeführt. Mit der Methode „Medienmensch“ setzten sich die Teilnehmer*innen außerdem mit ihrer eigenen Mediennutzung auseinander. Im Anschluss produzierten sie in Kleingruppen kreative Erklärvideos zu verschiedenen Themen ihrer eigenen Mediennutzung oder der ihrer Zielgruppe mit dem digitalen Tool mysimpleshow. Für die Medien_Weiter_Bildung #teilhabe gab es außerdem einen spannenden Einblick in inklusive Medienarbeit und -projekte durch die Medienpädagogin Selma Brand. Dabei entstanden mit der niedrigschwelligen App PicCollage lustige Fotocollagen und ein bleibender Eindruck bei den Teilnehmenden. Neben den kreativen Teilen der Veranstaltungen wurden auch Fragen zur Kursorganisation geklärt und das digitale Tool Stackfield vorgestellt, worüber die Teilnehmer*innen während der Online-Phasen in Kontakt stehen, sich austauschen und ihre Online-Aufgaben erledigen können. Die Lerninhalte der Kurse werden auf dem Blog der Medien_Weiter_Bildung präsentiert und sind dort auch für alle anderen Interessierten zugänglich.

      Die Auftakttreffen verließen die pädagogischen Fachkräfte mit guter Stimmung und viel neuem Input. Sie starten nun direkt in die erste Online-Phase mit interessanten Aufgaben und spannenden Seminaren. Letztere können im Rahmen der Online-Seminar-Reihe der Medien_Weiter_Bildung auch von allen anderen Interessierten besucht werden. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie unter: https://www.medien-weiter-bildung.de/veranstaltungskalender/


      Zocken, Coden, Pornokompetenz? Geschlechterreflektierte Medienarbeit mit Jungen*

      Ein Artikel von Vincent Beringhoff

      Was machen Jungen* eigentlich so in und mit digitalen Medien? Darüber geben die JIM- und KIM-Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest verlässlich Aufschluss; seit Jahren wird dort das Mediennutzungsverhalten Kinder und Jugendlicher untersucht. Dabei werden auch geschlechtsspezifische Unterschiede benannt. Hier eine Auswahl:

      Jungen* zocken mehr als Mädchen* und verfügen (daher) auch eher über stationäre PCs; Mädchen* dagegen verbringen mehr Zeit mit Kommunikation. In Sachen Informationssuche haben Jungen* die Nase vorn. Jungs* geben beim Spielen öfter „aus Versehen“ Geld aus als Mädchen*. Mehr Mädchen* als Jungen* geben an, schonmal Opfer von Mobbing oder Beleidigungen im Netz geworden zu sein.

      Und, was schätzt ihr: Wer verbringt wohl mehr Zeit online?
      Richtig – die Mädchen*!

      So zumindest das Ergebnis der JIM-Studie im Corona-Jahr 2020. Gut, auch nur 10 Minuten mehr (265 Minuten/Tag vs. 255 Minuten/Tag). Und: Grundlage der Zahlen sind die Selbstauskünfte (ahaa!) der befragten Jugendlichen (zwölf bis 19 Jahre).

      Während harte Zahlen und Fakten zur Mediennutzung Jugendlicher für uns als (medien-) pädagogische Fachkräfte wichtig sind und uns dabei helfen (können), Trends zu erkennen und mögliche relevante pädagogische Bedarfe und Angebote zu formulieren, geben sie uns keine direkten Antworten darauf, was die konkreten Gruppen, mit denen wir arbeiten, beschäftigt, welche Fragen oder Unterstützungsbedürfnisse innerhalb der jeweiligen Gruppe existieren. Insbesondere für den Bereich geschlechterreflektierter Pädagogik, in diesem Fall: geschlechterreflektierter Jungenarbeit, möchte ich dafür plädieren, (vermeintlich) geschlechterspezifische Vorlieben und Neigungen zwar im Hinterkopf zu behalten, sie aber nicht zum alleinigen Ausgangpunkt pädagogischer Konzepte zu geschlechterreflektierter Medienarbeit mit Jungen* zu machen.

      Im folgenden Artikel reiße ich an, was ich unter geschlechterreflektierter Jungenarbeit verstehe und wie geschlechterreflektierte Medienarbeit mit Jungen* konkret aussehen könnte. Der Text wird ergänzt um Praxismethoden meines Kollegen der LAG Jungenarbeit in Baden-Württemberg, Benjamin Götz.

      Geschlechterreflektiert? Jungenarbeit?

      Während Mädchen(*)arbeit inzwischen vielen ein Begriff ist, scheint Jungenarbeit als geschlechterpädagogischer Ansatz weniger bekannt. Definitionen und Verständnisse von Jungenarbeit gibt es viele; die Diskussionsfragen, die sich hinter der harmlosen Frage „Was ist eigentlich Jungenarbeit“? verbergen, werden in folgendem Video kurz angerissen:

      Wichtig: Jungenarbeit definiert sich also nicht (allein) durch die Arbeit einer pädagogischen Fachkraft jedweden Geschlechts mit Jungen*, sondern zeichnet sich dadurch aus, dass auf Seiten der Fachkraft eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher und persönlicher Bedeutung von Geschlecht vorangegangen ist und die Arbeit als Analysefolie begleitet. Das heißt: Ein Film- oder Social-Media-Projekt mit einer Gruppe Jungen* ist nicht „automatisch“ Jungen(Medien)Arbeit.

      Warum Jungen(Medien)Arbeit?

      Gerade im Kontext von Social Media gibt es eine vergleichsweise hohe Anzahl von medienpädagogischen Projekten, die sich an Mädchen* richten und die transportierten, häufig rückwärtsgewandten Geschlechterbilder und Weiblichkeitsanforderungen in den Blick nehmen. Studien wie die MaLisaStudie und einzelne Veröffentlichungen in psychologischen Fachzeitschriften legen aber ebenso nahe, dass etwa Darstellungen von Männlichkeit(en) Folgen für Jungen* und junge Männer* und deren Körperwahrnehmung haben [hier weiterlesen: „Social Media macht was mit Jungs*“].

      Über dieses Beispiel hinaus bilden digitale Medien eine Projektionsfläche für Vorstellungen von Männlichkeit; es geht nicht mehr nur um die klassische „Darstellung“ von Männlichkeitsbildern, sondern auch darum, wie Jungen* in Interaktion mit ihren Peers Männlichkeit(en) verhandeln und Resonanz auf ihre individuelle Verkörperung von Männlichkeit erfahren. Kurz: Digitale Medien spielen längst eine große Rolle in der Identitätsarbeit Jugendlicher.

      Dem scheinen bislang eher wenige Angebote (und theoretisch fundierte Konzepte) geschlechterreflektierter Medienarbeit mit Jungen* gegenüberzustehen. Bislang fokussieren viele Beratungs- und Fortbildungsangebote etwa für pädagogische Fachkräfte auf Fragen des Jugendmedienschutzes, wie beispielsweise Fragen von Medienabhängigkeit und Pornografienutzung (und in manchen Fällen gleich beides zusammen). Ohne Zweifel sind Risiken von digitalen Medien in den Blick zu nehmen; eine Stärke geschlechterreflektierter Jungenarbeit läge aber eher darin, nicht zu bewerten, welcher Medienumgang von Jungen* angemessen ist – sondern ihre Identitätsarbeit zunächst unterstützend zu flankieren und gemeinsam mit ihnen geschlechterbezogen zu reflektieren, mit welchen Entwicklungs- und -bewältigungsaufgaben Jungen* unter digitalen Vorzeichen konfrontiert sind. [1]

      Wie JungenMedienArbeit?

      Ein wichtiger Bezugspunkt geschlechterreflektierter Jungenarbeit ist der (De-)Konstruktivismus: Geschlecht ist demnach nichts „Fixes“, sondern etwas, das über gesellschaftliche Praktiken („doing gender“) immer wieder (re-)produziert wird. Wir sprechen also über Normierungsprozesse, die uns sagen, wie Jungen*/Männer* in unserer Gesellschaft zu sein haben. An diesen Prozessen sind wir selbstverständlich beteiligt, wenn wir medienpädagogisch mit Jungen* arbeiten – und das gilt es zu reflektieren.

      Eine weit verbreitete, geschlechterstereotype Zuschreibung mit Blick auf Medien ist bis heute „Technikkompetenz“: Jungen* (und Männern) wird nahegelegt, an Technik interessiert und im Umgang mit Technik „fit“ zu sein [2]. Technisches Know-how gilt als „männlich“ und kann daher mit einem Statusgewinn einhergehen. Andersherum können Jungen*, die nicht an Technik interessiert sind, als „unmännlich“ abgewertet werden.

      Dass Jungen* an Technik interessiert sind, mag auf einige – oder sogar viele – Jungen* zutreffen; ebenso wie es auf einige – oder sogar viele – Jungen* zutreffen kann, dass sie sich für Fußball interessieren. Medienarbeit mit Jungen* darf aber – wie Jungenarbeit – nicht darin verharren, ausschließlich vermeintlich „jungentypische“ Angebote zu machen, sondern muss auch den Blick auf die Vielfalt innerhalb von Jungengruppen richten und ihnen Angebote machen, die ein Hinterfragen von Geschlechternormen und -hierarchien ermöglichen. Ich möchte gern vorschlagen, für die JungenMedienArbeit auf das Konzept von Dramatisierung, Entdramatisierung und Nicht-Dramatisierung von Geschlecht zurückzugreifen (vgl. Debus, 2013) und es zu nutzen, um Medienprojektvorhaben mit Blick auf ihre Geschlechterdimension zu prüfen.

      Unter Rückbezug auf diesen Ansatz können innerhalb eines Projektes je nach Zielsetzung sowohl Fragen von Vielfalt innerhalb einer Jungengruppe aufgegriffen werden, wobei „Geschlecht“ als Kategorie eher in den Hintergrund tritt; ebenso können bestehende gesellschaftliche Ungleichverhältnisse aufgegriffen werden, ohne im Endergebnis die Bedeutung von Geschlechterdifferenzen überzubetonen und die Kategorie „Geschlecht“ als Differenzmerkmal weiter festzuschreiben.

      Die Strategien Dramatisierung, Entdramatisierung und Nicht-Dramatisierung kommen in der Regel nicht voneinander losgelöst.

      Diesem Ansatz folgend, stelle ich mir zunächst die Frage, worum es in einem bestimmten Projektvorhaben geht: Sollen A) gezielt Geschlechterverhältnisse oder Geschlechterbilder in den Blick genommen werden? Oder geht es B) darum, erstmal individuelle Interessen oder Kompetenzen zu fördern, ohne Geschlecht direkt in den Fokus zu rücken?

      Beispiel für A:

      Da ich Geschlechterbilder gezielt in den Blick nehme, arbeite ich auf jeden Fall dramatisierend. Beispiel: Wie werden Frauen* und Männer* auf Instagram dargestellt?

      Nach einer Ergebnissammlung sollte zwingend ein entdramatisierender Blick folgen: Welche Gemeinsamkeiten gibt es in den Darstellungen von Frauen* und Männern*? Welche anderen Identitätskategorien neben Geschlecht könnte man auch noch in den Blick nehmen (z.B. Herkunft, sozio-ökonomischer Hintergrund o.ä.). Ebenso könnte der Blick auf das Individuum gelenkt werden: In einer idealen Welt, in der es keinen Druck von außen gäbe: Wie würdest du dich gern auf Instagram darstellen und warum?

      Diese Bilderstrecke ist ein schönes Beispiel für die medienpädagogische Auseinandersetzung mit Männlichkeit: „Was ist Männlichkeit“? .

      Beispiel für B:

      Hier kann nicht-dramatisierend gestartet werden (Geschlecht wird also nicht direkt zum Thema gemacht), indem ich zum Beispiel thematisch arbeite: Wie stellst du dir deine Zukunft vor (Freundschaft, Liebe, Berufsplanung etc.)? Wird klar, dass die Teilnehmer* Geschlecht selbst in den Fokus rücken oder gewisse stereotype Vorstellungen zum Ausdruck bringen, z.B. zu vermeintlichen Männer- und Frauenberufen, habe ich als Fachkraft die Wahl, ob ich dies aufgreife und direkt entdramatisiere oder ob ich das Thema dramatisierend vertiefe und im Anschluss entdramatisiere.

      Zur Verdeutlichung des Ansatzes hilft ein Blick in dieses Flussdiagramm von Katharina Debus.

      Im Rahmen dieses Medienprojektes mit Jungen*, bei dem mit Ozobots eine Geschichte erzählt wurde, wurde nicht-dramatisierend gestartet und nur bei Bedarf in die Dramatisierung und Entdramatisierung gewechselt. Ergebnisvideo:

      JungenMedienArbeit – in einem geschlechterreflektierten Verständnis – ist also nicht „nur“ pädagogische Arbeit mit Jungen* und Medien entlang vermeintlich „jungentypischer“ Interessen.

      Keine Mario-Kart-Wettbewerbe und FIFA-Turniere mehr?

      Heißt das jetzt, dass ich mit Jungen* keine eigenen Mini-Games mehr programmieren, kein FIFA zocken oder Mario-Kart-Wettbewerbe veranstalten soll?

      Nein, darauf will ich ausdrücklich nicht hinaus. Ein Mario-Kart-Wettbewerb kann durchaus geschlechterreflektierte Jungenarbeit sein, ebenso wie das Programmieren eines eigenen Mini-Games oder die Entwicklung eines eigenen Avatars (s. u. „Praxismethoden“). Wichtig ist, dass ich mich als Fachkraft, mein Welt- bzw. Geschlechterverständnis und mein medienpädagogisches Anliegen mit Blick auf eine geschlechtliche Dimension reflektiere und mich frage: Warum führe ich dieses Projekt mit diesen Methoden durch? Wenn eine Jungen*gruppe ein Mario Kart- oder FIFA-Turnier organisiert, kann das – im Sinne einer nicht-dramatisierenden Strategie – hervorragend dazu beitragen, Sozialkompetenzen bei Jungen* zu fördern. Warum nicht mal ein Catering-Team für das Turnier ins Leben rufen, das alle Teilnehmer* mit selbstgemachten Snacks versorgt?

      Ebenso ist es in der Jungenarbeit eine gängige wie legitime Strategie, ein Wettbewerbs-Element in eine Methode einzubauen, um ein eher „unsexy“ Thema attraktiver (für Jungen*) zu machen; eine so simple wie beliebte Methode ist „Mannopoly“ oder „Der große Preis“ im Jeopardy-Format mit Fragen zum Beispiel zu Sexualität, Liebe, Beziehung o.ä. [3]

      Auf mediengestützte oder medienpädagogische Methoden übertragen, könnte man also…

      • ein digitales Quiz oder eine Rallye zu einem Thema erstellen lassen, das für die Jungen*gruppe gerade relevant ist.
      • ein Mini-Game unter einem bestimmten Motto erstellen lassen und es anschließend reflektieren.
      • programmierte Roboter als Protagonisten für ein Storytelling nutzen (s. Beispiel weiter unten)
      • Ein Machinima [4] in einem beliebten „Game“ drehen etc.

      In der Arbeit mit Jungen* gehe ich grundsätzlich davon aus, dass jede Jungen*gruppe und jeder individuelle Junge* vielfältig ist – in Bezug auf Interessen, familiären Background, geschlechtliche(n) und sexuelle(n) Ausdruck und Identität. „Vielfalt“ schließt für mich dabei das „ganze Spektrum“ ein – ich gehe davon aus, dass ich hetero und schwule, bi- oder pansexuelle Jungen* in meiner Gruppe haben kann, ebenso wie cis und trans Jungen*. Alle Jungen* profitieren davon, wenn es uns gelingt, in und mit digitalen Medien Räume zu schaffen, in denen Jungen* sich jenseits von engen Männlichkeitsnormen ausprobieren und erleben können.

      JungenMedienArbeit in der Praxis

      Vier medienpraktische Methoden, die Männlichkeit(en) explizit thematisieren, hat Benjamin Götz, Jungenarbeiter und Medienpädagoge bei der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in Baden-Württemberg, für „Junge*Junge – das Magazin der LAG Jungenarbeit NRW“ in der Ausgabe „Fokus: Jungs* und digitale Medien“ aufgeschrieben. Sie können gern nach Belieben ausprobiert und variiert werden.

      Den Ruf nach „Methoden für Jungs*“ kenne ich aus der Jungenarbeit nur zu gut. Allerdings gibt es da kein „one size fits all“ – und Methoden allein machen noch keine geschlechterreflektierte JungenMedienArbeit. Der oben beschriebene Ansatz von Dramatisierung, Entdramatisierung und Nicht-Dramatisierung kann zumindest dabei helfen, sich über die Ziele seines Vorhabens klar zu werden – und entsprechend passende, bereits bekannte Methoden anzuwenden, zu modifizieren, oder auch neue Methoden zu entwickeln.

      Mit Blick auf die Zukunft würde ich mich freuen, wenn pädagogische Fachkräfte Medienpädagogik und geschlechterreflektierte Pädagogik stärker als bisher zusammen dächten – und mit Blick auf die Zukunft mehr Konzepte für die geschlechterreflektierte Medienarbeit mit Jungen* und Kindern und Jugendlicher anderer Geschlechter entstünden.


      Fußnoten:

      [1] Vgl. Dell’Anna, Sandro: Digitale Jungenarbeit hilft Jungen nicht nur im Internet. In: Städtetag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Eildienst – Informationen für Rat und Verwaltung 02/2018, S. 9-11.

      [2] Laut ICILS-Studie (2018), die weltweit Achtklässler*innen unter die Lupe nimmt, schneiden Jungen in Sachen PC- und Digitalkompetenzen allerdings oft schlechter ab als Mädchen*. (Davon unbenommen zeigt der „Digital Gender Gap“ deutlich, wie sich gesellschaftlich vorhandene Geschlechterhierarchien zuungunsten von Frauen digital reproduzieren oder sogar potenzieren).

      [3] „Mannopoly“/Der große Preis: Ein Quizspiel, bei der Teams in verschiedenen Kategorien gegeneinander antreten und Punkte sammeln. Pro Kategorie gibt es jeweils eine feste Anzahl von Fragen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und davon abhängiger Punktzahl, die das Team bei richtiger Antwort gutgeschrieben bekommt. Der Begriff „Mannopoly“ wird in der Jungenarbeit häufig für diese Methode verwendet, wenn die Fragen/Kategorien einen inhaltlichen Bezug zur Jungenarbeit haben. Hier gibt es ein Beispiel für eine Methodenbeschreibung.

      [4] Machinima (von „machine“ und „cinema“): Ein Video/Film, der mit Hilfe eines Videospiels (oder eines Game Engines) „gedreht“ wird. Beispiel: Eine Gruppe Jugendlicher baut eine Minecraft-Welt; sie stellt dann Szenen in dieser Welt nach und „filmt“ per Bildschirmaufzeichnung.


      Der Autor*: Vincent Beringhoff (Journalist* & Medienpädagoge*) ist Referent* der LAG Jungenarbeit NRW e.V. für den Bereich Digitale Bildungsangebote im Projekt „digit! Jungenarbeit digital“.


      Literatur:

      Beringhoff, Vincent (2020). Social Media macht was mit Jungs*. In: LAG Jungenarbeit NRW (Hrsg.). Junge*Junge 2: Fokus Jungen* und Körper. Stress, Spannung, Wohlbefinden, S. 23-26. https://lagjungenarbeit.de/files/lag_files/veroeffentlichungen/Broschueren/jungejunge_02_2020.pdf#page=23 [Zugriff: 03.03.2021].

      Debus, Katharina (2013): Dramatisierung, Entdramatisierung und Nicht-Dramatisierung in der geschlechterreflektierten Bildung. Oder: (Wie) Kann ich geschlechterreflektiert arbeiten, ohne geschlechtsbezogene Stereotype zu verstärken? In: Dissens e.V. (Hrsg.). Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule: Texte zu Pädagogik und Fortbildung rund um Jungen, Geschlecht und Bildung, S. 149-158. https://www.schulentwicklung.nrw.de/q/upload/Gender/debus_dramatisierung.pdf [Zugriff: 03.03.2021].

      Dell’Anna, Sandro (2018): Digitale Jungenarbeit hilft Jungen nicht nur im Internet. In: Städtetag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.). Eildienst 02|2018, S. 9-11. [Zugriff am 03.03.2021]

      Eickelmann, B., Bos, W., Gerick, J., Goldhammer, F., Schaumburg, H., Schwippert, K., Senkbeil, M. & Vahrenhold, J. (Hrsg.) (2019). ICILS 2018 #Deutschland – Computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im zweiten internationalen Vergleich und Kompetenzen im Bereich Computational Thinking. Münster: Waxmann. https://kw.uni-paderborn.de/fileadmin/fakultaet/Institute/erziehungswissenschaft/Schulpaedagogik/ICILS_2018__Deutschland_Berichtsband.pdf [Zugriff: 03.03.2021].

      LAG Jungenarbeit NRW (Hrsg.) (2020). Junge*Junge 3: Fokus Jungen* und digitale Medien. https://lagjungenarbeit.de/files/lag_files/veroeffentlichungen/Broschueren/jungejunge_03_2020_online.pdf [Zugriff: 03.03.2021].

      Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2020). JIM-Studie 2019. Jugend, Information, Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. https://www.mpfs.de/studien/jim-studie/2019/ [Zugriff: 03.03.2021].

      Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2020). JIM-Studie 2020. Jugend, Information, Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. https://www.mpfs.de/studien/jim-studie/2020/ [Zugriff: 03.03.2021].

      Praxismethoden:

      Götz, Benjamin (2020). Digitale Jungs*. Methoden geschlechterbewusster Medienpädagogik in der Arbeit mit Jungen*. In: LAG Jungenarbeit NRW (Hrsg.). Junge*Junge 3: Fokus Jungen* und digitale Medien. https://lagjungenarbeit.de/files/lag_files/veroeffentlichungen/Broschueren/onlineonly_methoden_geschlechterbewusster_medienpaedagogik.pdf [Zugriff: 03.03.2021].

      Fortbildungsmaterial für pädagogische Fachkräfte im Bereich Kita und Hort:
      Mädchen und Jungen stärken. Fortbildungen zu Geschlechtersensibilität und Medienkompetenz. https://www.maedchen-und-jungen-staerken.de/ [Zugriff: 03.03.2021].

      Blended-Learning-Kurs Medien_Weiter_Bildung #teilhabe

      Jetzt anmelden! Blended-Learning-Kurs zu Medienpädagogik, Inklusion und Partizipation für pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Bayern.

      Gemeinsam verschieden sein! Wie wir möglichst alle Personen in den Blick nehmen und gemeinsam kreative Medienprojekte durchführen können – darum geht es bei der Medien_Weiter_Bildung #teilhabe.

      Mithilfe von Methoden handlungsorientierter Medienpädagogik werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Partizipation von Kindern und Jugendlichen an der (digitalen) Gesellschaft zu stärken und Medien als Hilfsmittel zur Förderung von eigenen Kompetenzen zu nutzen. Der Kurs nimmt dabei Zielgruppen mit besonderen Ansprüchen in den Fokus.


      Im Kurs werden Fragen thematisiert wie:

      • Welche Ziele verfolgt die inklusive Medienbildung und welche Haltung habe ich als pädagogische Fachkraft dazu?
      • Wie stärke ich meine Zielgruppe bei der selbstbestimmtenPartizipation an der digitalen Gesellschaft?
      • Wie setze ich dabei digitale Medien und technische Unterstützungsmöglichkeiten zielgruppengerecht ein?
      • Wie komme ich mit Kindern und Jugendlichen zu Themen wie Beeinträchtigung, Vielfalt und Vorurteilen ins Gespräch?
      • Welche Sprache und Kommunikationsformen muss ich (in meiner Einrichtung und bei der Medienproduktion) nutzen, damit sich alle angesprochen fühlen?
      • Wie plane ich ein Medienpraxisprojekt im Hinblick auf die Teilhabemöglichkeiten meiner Zielgruppe?
      • Welche rechtlichen Grundlagen wie Datenschutz, Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht gilt es dabei zu berücksichtigen?

      Der Fokus des Kurses liegt in der Entwicklung und Durchführung eines eigenen Medienpraxisprojekts mit dem Schwerpunkt digitale Teilhabe unter Berücksichtigung von besonderen Ansprüchen der Zielgruppe im eigenen Arbeitsumfeld. Gegebenenfalls damit verbunden ist die Auseinandersetzung mit den medienpädagogischen Rahmenbedingungen in der eigenen Einrichtung. Zielgruppe sind pädagogische Fachkräfte aller Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe aus Bayern, die mit Kindern und Jugendlichen ab dem Schulalter arbeiten. Dabei werden vor allem Fachkräfte angesprochen, die mit Personen arbeiten, die durch soziale Lebenslagen, (kulturelle) Herkunft sowie durch physische oder psychische Beeinträchtigung besondere Methoden und/oder pädagogische Settings benötigen.


      Zeitraum: März 2021 bis Januar 2022

      Kursformat: Blended-Learning-Kurs, bestehend aus Präsenz- und Online-Phasen

      Ganztagestermine: 4-5 Freitage

      • Online: 26. März 2021, 30. April 2021
      • Präsenz: 16. Juli 2021, 17. Juli 2021 (optional), 21. Januar 2022

      Ort: Medienzentrum München des JFF, Rupprechtstraße 29, München

      Online-Phasen: Selbst- und Gruppenlernen (multimediale Lerninhalte, Online-Seminare, etc.), individuelles Coaching (Chat)

      Online-(Zeit-)Aufwand: 8-10 Stunden im Monat und Bereitschaft zum eigenständigen Arbeiten

      Durchführung Praxisprojekt: im Zeitraum von Juli 2021 bis Dezember 2021

      Technische Voraussetzungen: Laptop, PC oder Tablet, stabile Internetverbindung, Kopfhörer mit Mikrofon/Headset

      Kursgebühr: kostenfrei

      Zertifikat: bei erfolgreich abgeschlossener Kursteilnahme

      Kursleitung: Laura Michalowski und Sina Stecher (JFF) – info@medien-weiter-bildung.de

      Anzahl Teilnehmer*innen: bis zu 15 Personen

      Weiterbildungsblog: alle Kursinhalte werden auf medien-weiter-bildung.de gesammelt

      Anmeldeschluss: 17. März 2021

      Anmeldung und Infos: Weitere Informationen zur Anmeldung, Referent*innen sowie das laufend aktualisierte Kursprogramm finden sich auf https://www.jff.de/veranstaltungen/aktuelle-veranstaltungen/details/medien-weiter-bildung-teilhabe-2021/.

      Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf (z.B. im Hinblick auf Barrierefreiheit oder bestimmtes Essen), kontaktierenSie uns gerne.


      Dieser Kurs ist ein Modellkurs im Projekt MeFo des JFF.  

      Gefördert vom: