Dramatisierung – Entdramatisierung – Nicht-Dramatisierung

Die drei pädagogischen Prinzipien, erklärt am Beispiel eines genderbezogenen Medienprojekts. 

Ein Blogartikel von Michael Bloech 

In der Pädagogik werden aktuell unterschiedliche Strategien entwickelt, um auf geschlechtsbezogene Diskriminierungen zu reagieren. Im Kern zielen all diese Maßnahmen darauf ab, individuelle Vielfalt zu fördern und strukturell bedingte Diskriminierungen abzubauen. 


Dramatisierung 

Bei der Dramatisierung werden zunächst geschlechtsbezogene Diskriminierungen und Vorurteile konkret angesprochen und diskutiert. Dies geschieht meist in geschlechterhomogenen Gruppen. Vielfach bildet die Dramatisierung den Ausgangspunkt für weitere entdramatisierende Maßnahmen in gemischten Gruppen. 

Entdramatisierung 

Da nicht alle Diskriminierungen in einer Gesellschaft auf Genderaspekte zurückzuführen sind und sich das klassische, sehr enge Genderkonzept auf die Dualität von Mann und Frau beschränkt, ist es sinnvoll, einerseits weitere diskriminierende Faktoren (Ethnie, Religion, formale Bildung etc.) in Gesellschaften herauszuarbeiten und andererseits, den Genderbegriff (LGBTQ+) weiter zu fassen, um alle Aspekte menschlicher Geschlechterbezogenheit und Orientierung zu berücksichtigen.   

Nicht-Dramatisierung 

Bei dieser pädagogischen Herangehensweise werden vor allem positive Perspektiven in den Bereichen aufgezeigt, die nicht durch strukturell bedingte Diskriminierungen geprägt sind. Ziel ist hierbei vor allem, die Individualität und Selbstwirksamkeit zu fördern und gerade diese Individualität als Bereicherung für die Gesellschaft erfahrbar zu machen. 


Praxisbeispiel 

Doch wie sieht all dies in der pädagogischen Praxis aus? Anhand des oben vorgestellten dreistufigen Konzeptes soll im Folgenden beispielhaft gezeigt werden, welche pädagogischen Maßnahmen möglich wären, um sich dem Thema Diskriminierung zu nähern. Das Beispiel stellt keine generelle Blaupause für erfolgreiche Projekte dar, sondern soll vielmehr als Anregung fungieren. Vielleicht müssen zudem nicht alle Stufen hintereinander „abgearbeitet“ werden, sondern es können auch nur verschiedene Bausteine herausgegriffen oder andere mediale Formen und Methoden gewählt werden. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt! Doch eines muss unbedingt beachtet werden: Bei aller Pädagogik sollte die Maßnahme den Kindern auch wirklich Spaß bereiten. Doch nun zum Beispiel:

In einer Hortgruppe gibt es ein Problem, ein Mädchen ist wütend, weil ein Junge zusammen mit seiner Jungenclique bei einem Spielplatzbesuch die Rutsche nicht freigeben möchte. Schließlich gibt das Mädchen resigniert auf. Das ist jedoch nicht das erste Mal, dass Jungen in der Gruppe die Mädchen dominieren und ausschließen möchten. Jetzt sind zwei Dinge bedenkenswert: Erstens bedeutet schon allein die Feststellung dieser Diskriminierung, dass auf keinen Fall „weggeschaut“, also das Problem ignoriert werden darf. Pädagoginnen und Pädagogen haben eine besondere Vorbildfunktion, sie definieren die konkreten Strukturen in dem Hort und ihr Verhalten hat auch, zum Beispiel bezogen auf Elternabende, eine Multiplikator-Funktion. Zweitens sollten sich alle Beteiligten bewusst sein, dass das diskriminierende Verhalten der Jungen mit konkreten individuellen Abwertungen der Mädchen verbunden ist. Das Tolerieren dieser Prozesse kann zu einer Verfestigung der Zustände und bei den Mädchen zu einer Verminderung des Selbstwertgefühls führen. Natürlich sind die Jungen nicht immer nur die Bösen und die Mädchen stets die Guten; all dies muss sorgfältig analysiert werden, um das konkrete Projekt auch erfolgreich durchführen zu können.  

Daher wird ein genderbezogenes Medienpraxisprojekt konzipiert, das dieses wechselseitige Verhalten zum Thema macht.  

Zwei Jugendliche stehen nebeneinander. Sie tragen beide blaue Jeans und weiße, bauchfreie T-Shirts. Auf ihren Armen sind bunte Regenbögen, als Zeichen der LGBTQ+ - Szene, mit Schminke gezeichnet.

Zentral ist zunächst geplant, das Genderthema konkret zu benennen und das Übel an der Wurzel zu packen, also die Dramatisierung des Problems – wobei dieser Begriff leider ein wenig missverständlich ist, denn ein Drama geht bekanntermaßen ja immer schlecht aus. Ein Scheitern ist jedoch nicht geplant, sondern das Problem soll einfach nur direkt angesprochen werden. Den Jungen wird klar gemacht, dass ihr Verhalten die Mädchen konkret benachteiligt. Bei den Mädchen soll parallel dazu, im Rahmen von Empowerment, das Selbstwertgefühl gestärkt und ihnen bessere Durchsetzungschancen ermöglicht werden. Dazu könnten Mädchen und Jungen in zwei Gruppen geteilt werden und beispielsweise jeweils eine Wandzeitung aus Fotos in Wochenzeitungen gebastelt werden, die in der einen Gruppe das „Frauenbild“ und in der anderen Gruppe das „Männerbild“ in den Medien repräsentieren. Anschließend wird das Ganze, wechselweise in den geschlechterhomogenen Gruppen diskutiert. Ziel dabei ist, zu erkennen, dass „Geschlecht“ in den Medien oft klischeehaft dargestellt wird. Somit kann in der Gruppe mit allen besprochen werden, dass es wohl die „Frau“ an sich oder den „Standard-Mann“ gar nicht gibt. Es geht hierbei vor allem darum, die Sicht der Kinder auf Geschlechterrollenbilder zu thematisieren. Eine andere Möglichkeit wäre die Jungengruppe und die Mädchengruppe mit einem Audio-Aufnahmegerät loszuschicken und jeweils eine Umfrage zu den Themen „Was bedeutet es für Dich Mädchen zu sein?“ und „Was bedeutet es für Dich Junge zu sein?“ zu erstellen. Auch hier bildet das gemeinsame Diskutieren an Hand der Audio-Produktionen die passende Methode, um auf das Problem einzugehen.

Ein*e Jugendliche*r trägt Boxhandschuhe und blickt mit erhobenen Fäusten, entschlossen in die Kamera.

Eine weitere Möglichkeit, um die strukturelle Situation in der Hortgruppe, die sich in der Spielplatzsituation konkretisiert hat, weitergehend pädagogisch zu bearbeiten, wäre die Entdramatisierung. Wobei auch in diesem Fall, diese Begrifflichkeit ein wenig irritierend ist. Entdramatisierung bedeutet nämlich nicht, Diskriminierungen auf Grundlage des Geschlechts abzuschwächen oder gar zu leugnen, ganz nach dem Motto: „So schlimm ist das doch gar nicht!“. Vielmehr soll den Kindern spielerisch mit Medien erfahrbar gemacht werden, dass es auch noch weitere Formen von Diskriminierungen (Ethnie, Religion, Hautfarbe, körperliche Beeinträchtigung oder ähnliches) gibt. Zudem soll jetzt vertieft werden, dass der Genderbegriff nicht auf eine Aufteilung in die Zweiteilung von „Mann und Frau“ (LGBTQ+) beschränkt ist. So gesehen knüpft die Entdramatisierung direkt an die oben geschilderte Projektmaßnahme an. Das heißt, hier findet eine Erweiterung des Problemfeldes statt, bei der die Sensibilisierung der Kinder für alle Fragen von Diskriminierungen im Vordergrund steht. Eine mögliche Methode ist hier, einen Kurzfilm für Kinder gemeinsam anzuschauen, bei dem eine der weiteren Diskriminierungen in unserer Gesellschaft die zentrale Rolle spielt. Jetzt ist es sehr wichtig, zunächst nicht die geschilderte, offensichtliche Diskriminierung im Kurzfilm mit den Kindern zu diskutieren, sondern vor allem zu besprechen, wie sie sich denn selbst gefühlt hätten, wenn ihnen ähnliches passiert wäre. Ausgehend von ihren Emotionen bestünde dann das Ziel darin, Kinder generell für alle Formen von Diskriminierung zu sensibilisieren.

Komplexer wird es, wenn als weitere pädagogische Maßnahme die Nicht-Dramatisierung durchgeführt wird. Und auch hier ist die Begrifflichkeit wiederum ein wenig irreführend, denn Nicht-Dramatisierung bedeutet keineswegs gähnende Langeweile aufgrund einer fehlenden Dramatik und Dramatisierung, vielmehr startet das Anti-Diskriminierungsprojekt nun voll durch. Denn es geht jetzt darum, dass sich Kinder in einer anderen Rolle erfahren, neue Qualitäten an sich und den anderen Kindern entdecken. Im Kern soll das Konzept „Vielfalt als Bereicherung“ für Kinder emotional erfahrbar und direkt erlebbar gemacht werden. Geplant ist eine Videofilmaktion, zum Beispiel ein Interview mit Gleichstellungsbeauftragen einer Kommune. Zudem sollen Meinungsumfragen zu einem Aspekt des Themenbereichs im Umfeld des Horts durchgeführt werden. Das Wichtigste hierbei ist, dass während sämtlicher Stufen der Produktion alle Kinder abwechselnd an allen Funktionen beteiligt werden. Kinder bereiten sich zunächst mit der Entwicklung der Fragen, auf das Interview (viele Fragen, die einer Person gestellt werden) und die Umfrage (eine Frage, die vielen Personen gestellt wird) vor. Im zweiten Schritt werden das Interview, die Umfrage und das Filmen in der Gruppe spielerisch erprobt, wobei die Rollen und Funktionen konsequent immer wieder durchgewechselt werden. Anschließend wird in der Gruppe diskutiert, wer wann welche Funktion beim Dreh konkret übernehmen soll, d.h. wer das jeweilige Interview führt, wer die einzelnen Umfragen stellt, wer in welcher konkreten Situation für Kamera, Ton, Tonkontrolle und Regie die Verantwortung hat. Da es vom Konzept her viele verschiedene kurze Drehs gibt, kann jedes Kind der Gruppe tatsächlich alle Funktionen durchlaufen. Diesen Durchlauf gibt es dann auch beim Schnitt des Videos, wobei die Kinder sogar die Musik des Videos, beispielsweise am Tablet, erstellen können. Höhepunkt ist dann die Vorführung im Hort zusammen mit den Eltern und Verwandten. Durch all diese Maßnahmen während des Filmprojekts identifizieren sich die Kinder sehr stark mit dem Film und dann natürlich ebenfalls mit dem Inhalt. Sie erleben sich zudem in völlig neuen, unbekannten Rollen, erfahren konkret welche Macht ein Mikrofon oder eine Kamera besitzt und wie gut es tut, nach dieser gemeinsamen Aktion gelobt zu werden. Und ganz nebenbei erfahren sie sehr viel darüber, wie Diskriminierungen durch eine gemeinschaftliche, solidarische Aktion überwunden werden können.

Zwei Menschen stehen, mit dem Rücken zur Kamera, nebeneinander. Eine Person ist dunkelhäutig, die andere hellhäutig. Gemeinsam halten sie sich an der Hand und strecken diese nach oben in die Luft.  Dabei sieht man eine gezeichnete Regenbogenflagge, die sich auf dem Arm der rechten Person befindet.

Geschlechtervielfalt – Medienangebote für Kinder

Viele Kindermedien und Produkte für Kinder vermitteln und bedienen auch heutzutage noch Geschlechterstereotype und Rollenklischees, durch die junge Konsumierende geprägt werden. Unsere Gesellschaft ist jedoch von Vielfalt geprägt und das sollte auch in den Medien, mit denen sich junge Menschen beschäftigen, abgebildet werden. In dem folgenden Artikel werden positive Medien-Beispiele für Kinder vorgestellt, die verschiedene Arten solcher geschlechtlicher Vielfalt beinhalten. 

Literatur 

Ein Baby liegt auf dem Schoß eines Mannes, der ein Bilderbuch in der Hand hält.
  1. https://mama-notes.de/kinderbuecher-ueber-vielfalt-toleranz-und-anders-sein/ 
  2. https://www.slu-boell.de/sites/default/files/171204_afv_rezensionsband_web1.pdf 
  3. https://www.sikjm.ch/medias/sikjm/literale-foerderung/projekte/medienlisten/broschuere-buecherliste-web-kl.pdf 

Internetseiten 

Zwei Kinder knien vor einer Kiste mit Straßenmalkreiden.

TV, Serien und Co. 

Ein alter Röhrenfernseher wird angeschaltet.

Audio 

Genderkompetenz

Ein Artikel von Michael Bloech

Ausgehend von geschlechtsbezogenen Diskriminierungen in einer Gesellschaft, entwickelte sich die Strategie des Gender Mainstreaming, bei der vor allem die Aufhebung der Benachteiligung von Frauen als Zielvorgabe formuliert wurde. Um aber überhaupt diese Ungleichbehandlungen wahrnehmen zu können, ist eine spezifische geschlechtsbezogene Sensibilität in den Bereichen Chancengleichheit, Anti-Diskriminierung und Wissen um geschlechtsbezogene Spezifika notwendig. Zudem postuliert Gender Mainstreaming konkrete Ziel- und Handlungsvorgaben, um geschlechtsbezogene Benachteiligungen abzubauen. All diese gebündelten Fähigkeiten, d.h. die Sensibilität, das Wissen und Handeln in Bezug auf Gender, werden als Genderkompetenz bezeichnet.

Um genderkompetent agieren zu können, ist es daher zunächst wichtig, sich alle relevanten Aspekte der Geschlechterbezogenheit in der gesamten Breite sozialen Handelns zu vergegenwärtigen. Hierbei steht vor allem die Frage nach mangelnder Chancengleichheit im Vordergrund. Wenn Diskriminierungen und deren Ursachen generell analysiert werden sollen, ist es notwendig, Wissen über die gesamtgesellschaftlichen Wirkungsmechanismen für Benachteiligungen zu erwerben. Der zentrale Punkt ist hierbei „Macht“ und damit verbunden die Frage, wer mit welchem Motiv und welchen Methoden diese Macht durchsetzt bzw. durchsetzen möchte. Macht ist die notwendige Voraussetzung, um Diskriminierungen überhaupt realisieren zu können. Die Ursachen und die offenen oder versteckten Begründungen für Benachteiligungen liegen wiederum zumeist im Bereich von Vorurteilen, insbesondere von Geschlechterrollenstereotypen. Das Motiv für Diskriminierungen ist jedoch gar nicht in Faktoren wie Ethnie, Religion oder Geschlecht selbst zu finden, sondern schlicht in der Frage des historisch gewachsenen Machterhalts oder angestrebten Machterwerbs. Da Machtausübung sich in modernen Gesellschaften zunehmend über kommunikative Prozesse zu legitimieren sucht, ist es daher wichtig, Vorurteilen argumentativ entgegen zu treten. So gesehen, ist der stetige, eigene Wissenserwerb im gesamten Zusammenhang mit allen Fragen von Gender unabdingbar. Insbesondere die Diskussion um LGBTQI* erfordert hier eine Justierung des Genderbegriffs.

Zwei Hände halten die Buchstaben: LGBTQ aus Knete.

In einem zweiten Schritt der Genderkompetenz ist es notwendig, den Blick auf das eigene Denken und Handeln, dem eigenen geschlechtsbezogenen Verhalten, zu richten. Dieser reflexive Schritt ist bedeutsam, da ein Gutteil der Motivation, Gender Mainstreaming voranzutreiben, im eigenen Weltbild und eigenem, konkretem geschlechtsbezogenen Verhalten im Alltag zu finden ist. Ausschlaggebend, sich für Gender Mainstreaming einzusetzen, kann deshalb die Erfahrung der eigenen tatsächlichen oder gefühlten Benachteiligung sein, aber auch, einfach gesagt, das Motiv, generell für eine „gerechte Sache zu kämpfen“.

Im dritten Schritt, nach dem Erwerb von Wissen und der kritischen, eigenen Reflexion, beginnt die eigentlich schwierige Phase. Denn um Benachteiligungen aufzubrechen, ist jetzt das Handeln entscheidend. Dabei ist allerdings die oft gemachte Erfahrung einer geringen Selbstwirksamkeit keineswegs eine Frage der eigenen, mangelnden Kompetenz in Genderfragen, sondern vor allem die Folge von Machtstrukturen. Ein noch so emotionaler, sachlich fundierter Vortrag einer Frau aus der unteren Entscheidungsebene, wird in einer hierarchisch, von Männern dominierten Organisation kaum Spuren hinterlassen, oder gar Veränderungen provozieren. Daher erfordert Genderkompetenz auch stets kommunikative Kompetenz: Ohne Weiterbildung, Überzeugungsarbeit und weitere Mitstreitende kann es keine Veränderungen geben.

Ein interessanter Ansatz, um Diskriminierungen abzubauen, dürfte das sogenannte „Managing Diversity“ Konzept sein, das Ursachen für Benachteiligungen in verschiedensten Bereichen bekämpft. Ohne die mangelnde Chancengleichheit von Frauen aus dem Blick zu verlieren, werden hier weitere Faktoren miteinbezogen und versucht, sich dem Ideal, einer Chancengleichheit für alle, anzunähern. Individuelle Unterschiede in einer Gesellschaft werden dabei nicht als Faktoren zur Diskriminierung genutzt, sondern als Bereicherung durch Vielfalt begriffen.


Puppet Pals HD | iOS

Puppet Pals HD ist eine englischsprachige App, mit der schnell und unkompliziert eigene Geschichten als Trickfilm-Animation verfilmt werden können. 

Kosten

Die App gibt es als kostenlose Version für das Betriebssystem iOS. In dieser Version gibt es In-App-Käufe. Diese Mehrkosten können bei dem Hinzufügen von Charakteren der unterschiedlichen Themen wie z.B. Fairy Tale, Farm oder Wild West entstehen.

Die Version Puppet Pals HD Director's Pass bietet die Möglichkeit, die App einmalig zu kaufen. Dort stehen alle Charaktere und Hintergründe frei zur Verfügung. Darüber hinaus kann man eigene Figuren und Hintergründe hinzufügen.

Ablauf 

Wenn die App heruntergeladen und gestartet wurde, kann es per Button Press to Start mit dem Kreativwerden beginnen.

Zuerst können insgesamt acht Charaktere ausgewählt werden. Bei dem Button Add Actor from Photo können gezeichnete Figuren oder vorgefertigte Figuren und Gegenstände von Fotos ausgeschnitten werden. Das geht ganz einfach durch das Umranden der einzelnen Figuren mit den Fingern. Dabei wird der Charakter ausgeschnitten und automatisch zu den Charakteren hinzugefügt. Über den Button Next kommt man zur Auswahl der Hintergründe. Dort können über den Button Add Backdrop from Photo fünf Hintergründe hinzugefügt werden. Wichtig dabei ist es, die Hintergründe in der Reihenfolge anzuklicken, in denen sie genutzt werden möchten. Besonders spannend und kreativ wird es beim eigenen Erstellen und Einsetzen von Figuren und Hintergründen.

Nach dem Auswählen der Charaktere und Hintergründen kann es mit Erstellen des Trickfilmes losgehen. Jetzt ist alles auf einem roten Vorhang zu sehen. Der rote Knopf über dem Hintergrund, startet die Video- und Audioaufnahme. Die goldenen Vorhangquasten zeigen die Anzahl der Hintergründe und können durch Antippen gewechselt werden. Unten links kann mit einem Schieberegler vom Hintergrund ran- und weggezoomt werden. Beim Start der Aufnahme wird der rote Vorhang nicht mit aufgenommen; es ist nur das zu sehen, was auf den Hintergründen passiert. Das bedeutet, dass die Figuren beispielsweise auch ins Bild hineinspazieren oder -fliegen können.

Wenn der rote Knopf gedrückt ist, startet die Aufnahme des Trickfilmes. Jetzt können die Figuren mit den Fingern gesteuert, gedreht und gezoomt werden. Außerdem ermöglicht es die App, parallel den Ton aufzunehmen und damit die Geschichte zu vertonen. Bei der Aufnahme wird die Aufnahmezeit angezeigt und es gibt die Möglichkeit, die Aufnahme zu pausieren. Läuft bei der Audioaufnahme allerdings etwas schief, kann der Fehler leider nicht einfach korrigiert werden. Stattdessen muss man das Video wieder von vorne starten.

Wenn das Projekt nach den eigenen Vorstellungen fertig ist, kann es mit einem Klick auf das graue Speichersymbol beendet werden. Die Videos werden damit in der App gesichert und können bei Saved Shows auch auf das Endgerät gezogen und dann als Film präsentiert werden.


Puppet Pals HD Beispielprodukt | Thema: Blended Learning

Bei der Erstellung dieses Beispielproduktes ist außerdem die App iMovie zum Einsatz gekommen.